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Probleme

Hands around the tree Der Schüler fragte seinen Zen-Meister: „Wie kann ich mich von dem, was mich an meine Vergangenheit fesselt, lösen?“ Da stand der Meister auf, ging zu einem Baumstumpf, umklammerte diesen und jammerte: „Was kann ich tun, damit dieser Baum mich loslässt?“

 

Probleme sind häufig auch Wegweiser, mindestens Lernmöglichkeiten, die uns aufmerksam werden lassen, wo noch Handlungsbedarf bei unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung ist. Der erste Schritt zur Problemlösung ist dann oft die Lösung vom Problem, gerade wenn es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst, die Welt oder andere Menschen zu tun hat.

Nachtrag zu Grandios und gnadenlos POSITIV (notfalls auch grundlos)

Grandios und gnadenlos POSITIV (notfalls auch grundlos)

Blonde Frau hält 2 Daumen hochZwei Arbeitskollegen treffen sich. Der eine beschwert sich über seinen neuen Vorgesetzten. Er sei zwar kompetent und vielleicht privat kein übler Kerl, aber im Job extrem unfreundlich und barsch, und er schaue ihn beim Gespräch kaum an. Der Kollege sagt: „Ich kenne ihn von einer Fortbildung. Werde mal mit ihm sprechen.“ Eine Woche später treffen sich die beiden wieder. Der, der sich so über seinen neuen Chef beklagt hat, fragt den anderen: „Was hast Du nur mit dem gemacht? Der ist wie ausgewechselt, freundlich und höflich. Wie hast Du das hinbekommen, hast Du ihm mal die Meinung gegeigt?“ „Nicht direkt“, antwortet der. „Ich habe ihm gesagt, dass Du ihn persönlich gut leiden kannst und findest, dass er seinen Posten verdient hat.“

Die Lösung von Problemen ist oft ein sozialer Prozess

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Positives Denken allein verändert gar nichts …

relax… ich weiß, ich weiß – wahlweise das Universum, Engel, die Zahn-Fee oder die Götter höchstpersönlich erfüllen uns all unsere Wünsche. Früher war es der Weihnachtsmann, das Christkind oder der Osterhase, man musste nur fest genug daran glauben. Heute erzählen uns selbsternannte „Experten“, Gedanken würden quantenmechanisch reale Abläufe und Materie beeinflussen und wir könnten wie durch Zauberhand z.B. unseren Traumpartner, unsere erste Million oder auch nur einen Parkplatz in der Nähe unseres Zielortes finden … sorry, daran glaub ich nicht. Allerdings verbindet die Literatur zu diesem Thema relativ pfiffig und gewinnträchtig Methoden des klassischen „positiven Denkens“ mit Versatzstücken aus der Quantenphysik und der Hirnforschung. Und die Propheten dieses mystischen Wünsche-Kosmos tummeln sich mit missionarischem Eifer in den Erkenntnislücken der Wissenschaft.

Positiv zu denken kann helfen, ich bin jedoch überzeugt, dass man auch tatsächlich selbst noch etwas dazu TUN muss.

Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel, der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das 5.te Buch der Hirnschrittmacher-Reihe:

„DIE DIENSTLEISTUNG FÜHRUNG – der Mitarbeiter als Kunde! Handbuch für Führungsdienstleister“, das Sie hier als E-Book oder Print-Version erwerben können.

Kurzbeschreibung

Führung ist eine Dienstleistung. Wenn sich diese nicht am Bedarf und Nutzen unserer Mitarbeiter orientiert, werden sie sich nicht von uns führen lassen. Lesen Sie, wie Führung mitarbeiterbezogen, bedarfsgerecht und nützlich gestaltet werden kann.

Hintergründe und Konkretisierungen zum besseren Führungsverständnis, sowie 35 Vorbereitungs-, Vorgehens- und Gesprächsleitfäden!

So geht “Motivation” am einfachsten – die Erreichung der Ziele des Unternehmens wird der Weg zum Erreichen der Mitarbeiterziele.

Dieses Buch besteht aus

  • der Einleitung,
  • dem Inhaltsverzeichnis,
  • einem Leitfädenverzeichnis,
  • 6 Hauptteilen
    Teil 1 – Grundlagen der Führung
    Teil 2 – Die Rahmen für Führung
    Teil 3 – Motive und Motivation und unsere Dienstleistung
    Teil 4 – Instrumente und Ideen der Führung
    Teil 5 – Arbeitsorganisation
    Teil 6 – Special Interest
    mit insgesamt
  • 43 Kapiteln,
  • einigen Unterkapiteln,
  • 35 Leitfäden und
  • einer (nicht ganz ernst gemeinten) Zusammenfassung.

 

Der Rest ist Impressum, ein paar Worte zur Hirnschrittmacher-Reihe, der Vorstellung des Autors und Werbung für die anderen Werke des Schreibers.

Sie können in der E-Book-Version aus dem Inhaltsverzeichnis und aus dem Leitfädenverzeichnis zu jedem Themenpunkt und Leitfaden springen, sowie am Ende jedes Kapitels zurück zum Inhaltsverzeichnis.

Der Themenschwerpunkt liegt auf der Kundenbeziehung der Führungsverantwortlichen zu den eigenen Mitarbeitern.

Nur angerissen werden hier die eher technischen Aspekte von Führung wie z.B. die persönliche Arbeitsorganisation der Führungskraft.

 

Irgendwie, irgendwo, irgendwann …

Sandburg… vs. konkrete Kommunikation

Der Refrain des von Nena 1984 gesungenen Neue Deutsche Welle – Hits „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ lautet:
„Gib mir die Hand, ich bau dir ein Schloss aus Sand“.
Wir hören hier also die Aufforderung „Gib mir die Hand“, die Bitte um Vertrauen, die eingeforderte Zuversicht, sich führen zu lassen, um dann „irgendwie, irgendwo, irgendwann“ als Belohnung „ein Schloss aus Sand“ zu erhalten. Lächerlich.

Woher soll denn das Vertrauen herkommen, sich führen zu lassen? Woher die Motivation, um nach ungewisser Zeit, an einem nicht definierten Ort auf eine noch nicht bekannte Art ein wenig dauerhaftes, im Zweifel nicht bewohnbares Bauwerk zu erhalten?

Vielleicht liegt die Antwort in Nenas anderen Titeln dieser Zeit: „Nur geträumt“ von „99 Luftballons“ „wird es schon weitergeh’n“ auch wenn es bei allen Beteiligten eher „Fragezeichen“ hinterlässt.

Naja, ist letztlich nur Schlagermusik. Allerdings gibt es in der Alltagskommunikation sowohl im Privaten, als auch im Beruf häufig die gleiche Unbestimmtheit und Unkonkretheit, die im besten Fall Fragezeichen hinterlässt und im schlechtesten Fall die Motivation zur Kooperation zerstört und zu nicht kalkulierbaren Ergebnissen führt.
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Von Talenten und Stärken, Dilettanten und Perfektionisten

powerful girlEin Talent ist eine besondere Veranlagung, eine wertvolle Vordisposition und ein „Pfund“, mit dem wir „wuchern“ können (1). Es ist nicht nur ein Geschenk oder eine „Gabe“, sondern auch eine „Leihe“ oder Verpflichtung, verbunden mit der Aufgabe, dieses als Investition der Schöpfung (2) in einen Menschen zu vermehren (3). Erst wenn wir ein Talent in den Dienst von anderen Menschen stellen und damit einen Mehrwert für uns und andere erwirtschaften, kann daraus eine Stärke werden. Das Potential kann aber auch vergeudet werden, indem wir unsere Talente und Möglichkeiten eben nicht nutzen. Manch hochtalentierter Mensch ist schon durch Bequemlichkeit (oder falsche Erziehung / Führung) und andauernde Demotivierung zum Loser und Taugenichts geworden. Unterlasser und Mißerfolgsvermeider statt Unternehmer und Erfolgssucher, weil wer erst gar nicht anfängt auch nicht scheitern kann und weil zu faul für viele Menschen immer noch besser ist als zu doof.

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Curb Your Ego

Wer kennt Sie nicht, die zwanghaften ALLES Optimierer …

Rhetorik: Host mi?

Stramme WadelnDer heutige Blog-Artikel befasst sich mit der Art und Sprache der Ureinwohner meiner neuen Heimat Oberbayern. Der Charme und die Weltoffenheit der Bajuwaren erschließt sich dem Ortsfremden zwar selten auf Anhieb, scheint aber sofort nach dem Überwinden der gängigen Vorurteile durch und bricht sich irgendwann mit Macht und Herzlichkeit Bahn. Nehmen wir das Grüßen. Quasi jeder, von der zahnlosen Oidn über die gstandnen Mannerleit bis hin zu den Dirndln und Buam grüßen auf der Straße, in der Wirtschaft und beim Einkaufen. Selbst beim Joggen wird sich gegenseitig ohne Vorbehalte gegrüßt, selbst wenn der andere jünger, älter, schneller, anderen Geschlechts, Radfahrer oder Walker ist. Dabei gängig: „Griaß di“ (Grüß‘ Dich), „Griaß eana“ (Grüße Sie), „Griaß Good,“ oder auch nur: „Sgoood“ (Grüß Gott), sowie
„Servas,“ als Willkommens- und Abschiedsgruß. Das freundliche Grüßen Unbekannter war im Rheinland seltenst der Fall.

Und auch wenn sich manche bayrischen Redewendungen aufs erste Ohrwaschel voll rau anhören, so schwingt doch meist ein positiver Subtext mit.

Hier einige Beispiele:
„Host mi?“ (Konnte ich mich für dich verständlich ausdrücken?)
„Basst scho.“ (Ist in Ordnung, da bin ich tolerant.)
„Reschpägd!“ (Respekt! Meine Anerkennung!)
„Leckts mi am Oosch!“ (Außerordentliche Anerkennung, aber auch LMAA (hier bitte auf die Mimik achten)).
„Meassse.“ (Danke (von Merci))
„Da leggst di nieder“, oder auch „ja verregg.“ (Wer hätte das gedacht?)

Ein Erlebnis der besonderen Art hatte ich auch auf der Kfz-Zulassungstelle in Bad Tölz. Erste Überraschung: Keine Nummern ziehen. Zweite Überraschung: Ich kam sofort dran. Dritte Überraschung: Nachdem ein paar mehr Leute in die Behördenstube strömten, kann der Amtsleiter als Unterstützung aus seinem Büro – fesch und zünftig in Haferlschuhen, Wadenstrümpfen, kurzer Lederhose mit sichtbaren Rehbeinen (nicht so schlank, aber so behaart) und rot-weiß kariertem Hemd. Eine spezielle Kultur. Liebenswert.

Alte, blöde Märchen von halbvollen Gläsern

Optimist or PessimistKaum einer kann diese Analogien von „das Glas ist halbvoll“ für die positive, optimistische Einstellung, oder „das Glas ist halbleer“ für die negative, pessimistische Einstellung noch hören. Zu alt, zu blöd, zu abgedroschen. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich schon als Kind diese Redewendung gar nicht verstanden habe, ich konnte es nur damals nicht in Worte fassen. Heute kann und möchte ich loswerden, dass für mich einfach die Bilder und der Bezug nicht passen. Wenn wir schlicht den Prozess des Einschenkens oder Austrinkens eines Getränks anschauen, ist die Unterscheidung ganz leicht und hat nichts mit der Einstellung des Beobachters oder Handelnden zu tun. Sind wir dabei das Glas zu füllen und haben dies erst zur Hälfte getan, ist das Glas selbstredend halbvoll. War das Glas bereits voll und wir haben schon davon getrunken (oder verschüttet) ist das Glas halbleer. Und kommen Sie mir nicht mit „Alles ist relativ“. Diese Aussage ist absolut und widerlegt sich somit selbst. Das zu diesen Bildern. (Ein Ingenieur soll auf die Frage nach dem „halbvoll“ oder „halbleer“ bei einem Test mal geantwortet haben: „Ich sehe nur, dass das Glas doppelt so groß ist wie notwendig.“ Ein Physiker hat wohl geantwortet: „Das Glas ist voll. Halb voll Wasser, halb voll Luft.“)

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Jungbrunnen entdeckt: 5 Tipps für geistige Fitness

3d rendered illustration - nerve cell… bis ins hohe Alter. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans* allemal.
Vorausgesetzt, er verliert nicht seine Neugier, bewegt sich, kann sich für etwas begeistern, hat soziale Kontakte und schläft ausreichend!

Das menschliche Gehirn
• besitzt mehr als 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen),
• die durch etwa 70 – 100 Billionen Verbindungen (Synapsen) eng miteinander verknüpft sind und
• die Länge aller Nervenbahnen des Gehirns eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 5,8 Millionen Kilometer, das entspricht dem 145-fachen Erdumfang.

Ein Wunderwerk der Evolution!
Trotzdem galt es bis in die späten 90er Jahre des letzten Jahrhunderts als gesicherte Erkenntnis, …

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Wir sollten nicht alles glauben, was wir denken.

WhatsYourStoryUnser Gehirn registriert Veränderungen. Gleichbleibende Zustände werden bereits nach kurzer Zeit ausgeblendet. Selbst wenn die Veränderung eine neue Stille ist, lässt sie uns erst einmal eine Zeit lang nicht schlafen. Wir wohnten z.B. vor vielen Jahren direkt an einer Straßenbahnwende, eingerahmt von einem Kreisverkehr und zwei nahen, sowie zwei etwas weiter entfernten, viel befahrenen Straßen. Zu Anfang empfanden wir den Lärm infernalisch, vor allem, da wir auch noch im Winter eingezogen waren und die gefrorenen Schienen beim Befahren furchtbar quietschten und kreischten. Bereits nach ein paar Wochen haben wir davon kaum noch etwas mitbekommen und als der Frost aufhörte, war es ziemlich okay. Dann zogen wir wieder um. In eine Nebenstraße, hinter einem Altenheim. In den ersten Nächten haben wir kein Auge zugemacht, weil die Stille uns so laut vorkam. Was bedeutet das im menschlichen Miteinander?
Wenn uns jemand dauerhaft höflich und respektvoll behandelt, fällt uns das in der Regel erst auf, wenn er dies ausnahmsweise mal nicht tut. Wenn ein Vorgesetzter, Mitarbeiter oder Ehegatte gewöhnlich sehr friedfertig und duldsam ist, fällt uns ganz besonders auf, wenn er sich mal gereizt anhört, widerspricht und nicht gleich einlenkt. Was unser Bewusstsein registriert, ist lediglich ein Ausschnitt der Welt, unsere eigene Wirklichkeit. Und dieser Ausschnitt muss keinesfalls wahr sein. Wir gehen sogar soweit, uns mit unseren Gedanken zu identifizieren und damit feste Zuschreibungen auf Personen oder Sachen zu projizieren. Dabei sind wir nicht unsere Gedanken, sondern haben sie nur. Oft basierend auf ausschnittweisen, fehlerhaften oder subjektiven Wahrnehmungen.
Was können wir tun, wenn wir uns im täglichen Miteinander über unsere beruflichen oder privaten Partner nicht ärgern wollen? Weiterlesen …