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Stress ist gesund!

Studien belegen eindeutig: Stress ist gesundheitsschädlich und erhöht unser Sterberisiko – vorausgesetzt, wir GLAUBEN das.

Es ist also nicht notwendig Stress zu reduzieren, wir brauchen lediglich andere Glaubenssätze über Stress.

Stressreaktionen sind hilfreich. Sie helfen unserem Körper, sich besser auf Herausforderungen vorzubereiten und sie zu meistern. Stress macht uns gesünder. Er erzeugt mehr Energie, eine bessere Sauerstoffversorgung und Durchblutung. Wir sind unter Stress belastbarer, mutiger, zuversichtlicher und interessanter Weise – sozialer, mitfühlender und hilfsbereiter.

Die Leadership Pipeline

Ausgangspunkt des Pipeline-Systems ist, dass sich mit jeder erklommenen Karrierestufe die Anforderungen und Erwartungen an den Stelleninhaber verändern, und zunehmend komplexer werden.

Beispiele:

1. der Auszubildende
    Wird angeleitet, angewiesen, unterrichtet

  • soll lernen Spielregeln einzuhalten
  • sich Fachwissen und -können für seine Aufgabenerfüllung, sowie prüfungsrelevantes Wissen aneignen und
  • Selbstorganisation Schritt für Schritt lernen

(Sorry an alle Damen – der leichteren Lesbarkeit wegen wird in diesem Artikel die männliche Form verwendet.)

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Apokalypse now? Ja gerne, her damit!

Die Apokalypse naht, fürchtet Euch!

Eine vor allem von der (katholischen) Kirche benutzte Keule, um Kirchen und Klingelbeutel zu füllen und ihre „Schäfchen“ nach ihrem Bild und zu ihrem Wohl zu disziplinieren. Laut der Kirche leben wir im „apokalyptischen Zeitalter“, es dräut das Weltende und bringt schreckliches Unheil.

Sie kennen mittlerweile meine Liebe zur „Wissenschaft von der Herkunft und Geschichte der Wörter und ihrer Bedeutungen“, und „Apokalypse“ bedeutet nichts anderes als „Enthüllung“ (Kluges etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache).

Was wird enthüllt und wer sollte sich fürchten?

Skandale, Täuschungen, Betrüge, Wasser predigen und Wein trinken – wir brauchen nur die Zeitung oder den Internetbrowser zu öffnen und es springt uns täglich von allen Seiten an, wie Politiker, Super(einfluss)reiche, Kirchenfürsten und Medienvertreter ent-tarnt und ihre Lügen damit „ent-hüllt“ werden. Wir erleben zurzeit gerade den verzweifelten Versuch, diese Entwicklung durch Internet-Zensurgesetzgebung, verstärkte Überwachung der persönlichen Aktivitäten jedes Einzelnen und öffentliche Diskriminierung von abweichenden Meinungen aufzuhalten.

Die „Führer“ von Staaten, Parteien, Konzernen, Banken, Finanzkonglomeraten, Kirchen und Medien lassen gerade die vier apokalyptischen Reiter lostraben: Machtmissbrauch, Krieg, Not und Krankheit sollen ihre Macht sichern und den Profit vergrößern.

Es äußert sich in destruktiver, unsachlicher und zerstörender Kritik an ihren Kritikern, Verteidigung und alternativlose Einmauerung ihrer Positionen, koste es die Wahrheit, die Natur, die Menschenwürde, das finanzielle Überleben im Alter oder was auch immer. Gepaart mit Verachtung für den Rest der dummen Menschheit und Machtdemonstrationen, wo immer sich Vernunft, Ökologie und Menschlichkeit zu Wort melden. Letztlich werden allerdings diese kümmerlichen Versuche die Ent-hüllung nur beschleunigen.

Die zunehmende „Ent-täuschung“ wird allerdings auch unsere ganz privaten und beruflichen „tarnen, täuschen und verpissen“ -Versuche betreffen, je weniger der Deckel auf der Dose gehalten werden kann, weil der Druck der Öffentlichkeit, der Kollegen, Mitarbeiter und Kunden zu groß wird – dem Internet, den „Whistleblowern“ und den immer mehr Menschen, die sich kein X für ein U vormachen lassen wollen, sei Dank.

Also, keine Angst vor der Apokalypse, fürchtet euch NICHT!

Je offener, transparenter, echter und ehrlicher wir sind, desto weniger brauchen wir uns Sorgen zu machen. Freuen wir uns auf das „postapokalyptische“, transparente Zeitalter und den Furor bis dahin – es bleibt spannend!

 

Liebe oder Angst

Alle Gefühle gehen auf zwei Grundgefühle zurück – Liebe oder Angst. Was wir nicht aus Liebe tun, tun wir aus Angst. Leonhard Shaw Liebe ist mögen und gibt Weite, Möglichkeiten. Angst ist Enge und führt in die Unmöglichkeit. Liebe ruht in sich und fließt. Angst ist Unruhe und Rastlosigkeit. Liebe erlaubt Rast, Angst rast. Liebe ist Selbstbestimmung, Angst ist Fremdbestimmung. Liebe ist warm, Angst ist kühl und kalt. Liebe ist hell, strahlend und bunt, Angst ist dunkel, düster, verhangen und grau (sam). Liebe ist sowohl als auch, Angst ist entweder oder, schwarz-weiß-Denken. Liebe ist Leichtigkeit, Angst lastet schwer. Liebe ist klar, hat Form und Sprache, Angst ist fassungslos, diffus, nebulös und sprachlos. Wenn wir vor Ent-scheidungen stehen, sollten wir uns die Frage stellen – scheiden wir uns hier von dem, gegen das wir uns entschieden haben aus Liebe oder Angst? Tipp: Je länger wie brauchen, um eine Entscheidung zu er-klären, desto unklarer war die Entscheidung und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Angst die Triebkraft war. „Angst klopfte an die Tür, Vertrauen öffnete, und niemand war draußen.“ Chin. Sprichwort Quelle: „Du bist, was du sagst“, Joachim Schaffer-Suchomel

Vertrauenswürdigkeit

Es wird dieser Tage viel schwadroniert über Vertrauenskrisen, darüber, Vertrauen aufzubauen oder Vertrauen zurückzugewinnen. Es gibt z.B. einen Vertrauensindex, der das Vertrauen in bestimmte Berufsgruppen abbildet. Demnach führen „weltweit“ (27 Länder) Feuerwehrleute, Krankenschwestern/-pfleger, Lehrer, Ärzte und Apotheker das Ranking an, die Schlusslichter sind Rechtsanwälte, Werbefachleute, Versicherungsvertreter, dann Bürgermeister und die rote Laterne haben die Politiker.

Das alles geht für mich an der Sache völlig vorbei.

Wir vertrauen z.B. unserem Hausarzt, den wir seit vielen Jahren kennen und mit dem wir viele positive Erfahrungen gemacht haben, aber nicht seinem Kollegen ein paar Häuser weiter, den wir nicht persönlich kennen, von dem wir aber schon ein paar negative Geschichten gehört haben. Wir vertrauen vielleicht unserem Versicherungsfachmann, den wir schon eine Weile kennen und der sich für unsere Bedürfnisse bewährt hat, sind aber skeptisch dem ganzen Berufsstand gegenüber eingestellt, weil wir schon etliche negative Vorfälle in der Zeitung oder im Netz gelesen haben. Und selbst, wenn wir unserem Hausarzt vertrauen, wie sähe das im Fall einer seltenen, schweren Erkrankung aus, die unser Arzt noch nie behandelt hat? Ist er dann immer noch der Arzt „unseres Vertrauens“? Würden wir unserem Versicherungsfachmann vertrauen, wenn er uns Tipps zu Beziehungen, Erziehung, Scheidung oder Trauerbewältigung gibt?

Vertrauen ist etwas, das wir vom anderen geschenkt bekommen, wenn wir uns dessen als würdig erweisen.

Ich sehe ein Problem heute eher in der Vertrauensseligkeit vieler Menschen, die Vertrauen zu schnell, zu leichtfertig verschenken und dadurch Dilettanten, Scharlatanen, Halsabschneidern und Betrügern auf den Leim gehen.

Was wir tatsächlich beeinflussen können ist nicht das Vertrauen, das wir geschenkt erhalten, sondern unsere eigene Vertrauenswürdigkeit und wie wir die der andern einschätzen.

Vertrauenswürdigkeit lässt sich an drei Faktoren festmachen:

  • Kompetenz in der Angelegenheit, um die es geht
  • Ehrlichkeit in allen die Sache betreffenden Aussagen und
  • Verlässlichkeit in allen Vereinbarungen und Zusagen, die wir tätigen.

Was ist unsere Aufgabe und unser Ziel in diesem Sinne?

  1. Unsere eigene Vertrauenswürdigkeit zu stärken, durch sicht- und erlebbare Steigerung unserer Kompetenz in unserem Fachgebiet, sowie durch absolute Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
  2. Unser eigenes Vertrauen nur Menschen zu schenken, die ihre Kompetenz, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt haben. Das ist sicher nicht immer einfach, aber unabdingbar, bevor wir blind den Empfehlungen von Ärzten, Rechtsanwälten, Beratern oder Finanzdienstleistern folgen.

Ein letzter, wirkmächtiger Tipp: Wer zu seinen Fehlern und Schwächen steht, wer sich dem anderen gegenüber verletzlich macht, tut einen großen Schritt, seine Vertrauenswürdigkeit unter Beweis zu stellen. Und auch in der Folge zu erfahren, wie vertrauenswürdig der andere ist.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Vertrauenswürdigkeit von anderen gemacht?

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Pimp your brain – Neurogenese, die Geburt von Neuronen im Gehirn von Erwachsenen

Das sich Körperzellen, abhängig vom jeweiligen Körperteil, Umwelteinflüssen, Lebensstil und Krankheiten regelmäßig erneuern, ist in der Wissenschaft schon ein ziemlich alter Hut. Die Zellerneuerung ist ein fließender Prozess und je nach Erneuerungsrate werden bestimmte Teile des Körpers nach einer gewissen Zeit komplett ersetzt. Ein paar Beispiele:

  • Die Magenschleimhaut ca. 1 Woche
  • Die Geschmacksknospen auf der Zunge ca. 10 Tage
  • Die Hautzellen zwischen ein paar Tagen und 2 bis 5 Wochen
  • Die Leber ca. alle 1 bis 2 Jahre
  • Das Skelett ca. alle 10 Jahre
  • Das Herz leider maximal nur 40% aller Zellen
  • Die Zellen des zentralen Nervensystems leider gar nicht

Warum allerdings zum Beispiel bei einer Hautzellenerneuerungsrate von bis zu 5 Wochen auch bei jungen Menschen und Personen mittleren Alters Narben und Falten weiterhin bestehen bleiben, kann bis heute keiner erklären.

Was nach wissenschaftlichen Maßstäben erst relativ kurz bekannt ist, ist die Tatsache, dass auch im Gehirn von Erwachsenen im Hippocampus regelmäßig neue Zellen gebildet werden und zwar im Durchschnitt bei einem gesunden Menschen etwa 700 pro Tag. Das mag sich bei rd. 90 Milliarden Neuronen im Gehirn wenig anhören, bedeutet aber, dass die Grundstruktur unseres Gehirns mit ca. 50 Jahren ausschließlich aus neugeborenen statt aus angeborenen Neuronen besteht. Im Alter verlangsamt sich der Prozess der Zellerneuerung allerdings generell.

Warum ist das für uns wichtig?

Es ist von zentraler Bedeutung für die Qualität des Gedächtnisses und der Lernfähigkeit, sowie den alters- oder stressbedingten Verfall des Gehirns zu verhindern oder mindestens zu verlangsamen und ebenso als Vorbeugung für Gehirnerkrankungen wie z.B. Alzheimer.

Die nächste Frage ist -können wir die Neurogenese in unseren Gehirnen beeinflussen?

Die Antwort ist: JA!

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Vom Segen eines Herzinfarkts

„Manche Menschen haben die Schicksalsschläge nicht verdient, die sie treffen – weil sie auch dann noch nichts lernen.“

Mein mir angetrautes Weib und ich haben Ende des letzten Jahres eine große Lernchance geschenkt bekommen – ihren Herzinfarkt.

Es ereignete sich gegen 23:30 Uhr am 27.11.2017 in unserer Wohnung auf dem Dorf in Oberbayern. Dies erwähne ich nur, weil überraschender Weise die Ersthelfer nach 3, der Krankenwagen nach 10 und der Notarzt nach 25 Minuten vor Ort war.

Im Krankenhaus wurde dann ein 90 – 95% Verschluss einer Haupt- sowie einer Nebenarterie festgestellt, anschließend zwei Stents gesetzt und zusätzlich eine Diabeteserkrankung diagnostiziert.

Warum haben wir keine Vorzeichen wahrgenommen? Weil das Hirn eine wunderbare Rationalisierungsmaschine ist und mit einer zwei Jahre alten Herzmuskelentzündung, ein wenig Übergewicht und den Wechseljahren ruckzuck Erklärungen gefunden wurden.

Wenn meine Frau, Nichtraucherin, die täglich Bewegung hat und kaum Alkohol zu sich nimmt mit 51 Jahren so etwas trifft, was heißt das dann für mich – 11 Jahre älter, Tabakschnupfer, mäßiger aber regelmäßiger Alkoholkonsum und (seit vor 2 Jahren die Kniegelenke herum zickten) leidenschaftsloser Nichtsportler mit Minimum 15 kg Übergewicht? Wie konnte sich dies auswirken auf die gemeinsame Zeit, die uns hoffentlich noch bleibt?

Veränderung war angesagt. Meine liebe Gattin kam 4 Wochen in Reha, machte dort regelmäßig Sport und lernte, sich diabetisch zu ernähren. Ich habe in dieser Zeit (natürlich auch bedingt durch die Sorgen um die Erkrankung meiner Tochter) weniger gegessen, das Schnupfen drangegeben und komplett auf Alkohol verzichtet.

Als Mona aus der Reha zurückkehrte, hatten wir beide 8 kg abgenommen und sie war deutlich fitter als ihr Mann. Also gemeinsames, (wegen meiner Knie) moderates Sportprogramm. Wir begannen gemeinsam zu Laufen, mehr zu Wandern und Spazieren zu gehen. Mona ernährte sich überwiegend diabetesgerecht und ich machte einfach mal mit. Bislang sind der Februar, März und April ins Land gegangen, wir haben uns langsam von 176 km im ersten Monat über 188 km bis auf aktuell 268 km monatlich (gehen, Wandern, Laufen) gesteigert, haben Ernährung und sehr wenig Genussmittel beibehalten und wiegen jetzt beide 17 kg weniger als zu Beginn der Lernerfahrung.

Die gemeinsamen Touren geben uns viel frische Luft, Naturerlebnis, Energie, ein besseres Körpergefühl und haben uns auch eine neue Lebens- und Paarqualität beschert.

Fazit: Lassen Sie uns Lernchancen nutzen, bevor das Leben Zwangsbelehrungen verteilt! (Und: keep on moving! Sitzen ist das neue Rauchen!)

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