Manche Erkenntnisse der Lernpsychologie sind einfach zu wahr um schön zu sein.
Z.B.: Wir erreichen i.d.R. mehr, wenn wir zurückhaltend „belohnen“, loben und konsequent „bestrafen“, kritisieren. Warum die Einschränkung „in der Regel“ und warum am besten so?
„Erkenne Dich selbst“ und „Nichts im Übermaß“. Dies sind die zwei großen Weisheiten der antiken Philosophie am Eingang des Apollon-Tempels in Delphi, die bis heute nichts von ihrer Bedeutung für die Menschheit eingebüßt haben.
Griechenland als Wiege unserer Kultur zu schätzen, ist momentan nicht besonders „in“. Dabei ist die „griechische Krankheit“ dieselbe wie im Rest der Welt: Politiker, Lobbyisten und Oligarchen, die getrieben von der Gier nach Geld und Macht, unter Einsatz von Täuschung, Betrug und Spekulation die Umverteilung von arm nach reich und von fleißig nach faul vorantreiben. Vermutlich braucht es die Destabilisierung der Verhältnisse, um sich die Welt und deren Menschen untertan machen zu können
Doch dies ist hier nicht unser Thema, sondern die Frage, was wir tun können, um uns selbst besser zu erkennen und, ohne selbstgerecht zu werden, diese Erkenntnisse für uns zu nutzen.
Jetzt akquirieren und telefonieren, um später mehr Verkaufserfolge durch mehr Termine zu haben? Jetzt auf das zehnte Bier verzichten, um morgen bei der Arbeit oder Freizeitaktivitäten fit zu sein? Sparen und Zinsen kassieren, oder sofort konsumieren? Jetzt auf ein amouröses Abenteuer verzichten, um sich später mit einer dauerhaften, vertrauensvollen Beziehung zu erfreuen? Das Muster ist immer gleich und immer wird eine Entscheidung fällig – lassen wir unseren Impulsen und Bedürfnissen sofort freien Lauf, oder sind wir in der Lage, unsere Impulse und Bedürfnisse zu kontrollieren, einen Belohnungsaufschub zu akzeptieren? Weiterlesen …
Häuptling Silberlocke spricht Klartext
Dr. Helmut Schmidt mit 89 Jahren in einem Interview mit Sandra Maischberger, ab 1:35 Min. geht’s zur Sache – viel Vergnügen!
„Es irrt der Mensch so lang er strebt.“ Aus dem Dialog des Herrn mit Mephistopheles, Faust, Prolog im Himmel, Johann Wolfgang von Goethe
Die größten historischen Irrtümer – eine subjektive Auswahl:
„Pasteurs Theorie von Bazillen ist lächerliche Fiktion.“
Pierre Pachet, Professor der Physiologie in Toulouse, 1872
«Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.»
Western Union, Interne Meldung, 1876
«Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.»
Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895
«Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden.»
C. H. Duell, Beauftragter des US-Patentamts, 1899
„Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“
Gottlieb Daimler, Erfinder, 1901
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Immer noch suchen viel zu viele Führungskräfte händeringend bis schweißtriefend nach dem ultimativen Trick, Kniff oder Knopf, der ihre Mitarbeiter leicht und widerstandslos zu willigen Marionetten macht.
Hier sei’s noch einmal auf den Punkt gebracht:
1. Wir können andere nicht dauerhaft von außen motivieren (siehe auch Motivation – Folge1 – bestechen, bedrohen, bestrafen, belobigen).
2. Wir können vorhandene Motive (und Strukturen) nutzen und aktivieren, unsere Partner quasi „an ihren Motiven abholen“.
3. Jeder ist motiviert – nur taugen nicht alle Motive für den Erfolg in jeder Verantwortung.
Platz 1: Der “blinde Fleck” und die “Überbehütung” – das Johari-Fenster
Platz 2: Rhetorik: Selbstmanipulation durch Sprachgewohnheiten
Platz 3: Körpersprache und Ausdruck – Respekt vor Sympathie
Platz 4: Rhetorik: Positiv formulieren ohne Schönfärberei
Platz 5: Gelaber – akustische Umweltverschmutzung
Herzlichen Dank an Sie, verehrte Leserinnen und Leser, für Ihr Interesse, Ihre Kommentare im Blog und an mich persönlich.
Ich freue mich auch sehr über die von den Artikeln angeregte Nachfrage zu Vorträgen und Coachings.
Ihr Siegbert Scheuermann
Wir können andere nicht dauerhaft von außen motivieren. Belohnen, belobigen, bestechen, bedrohen und bestrafen (die 5b nach Dr. Reinhard K. Sprenger) nutzen sich erstens ab, führen zweitens zu unerwünschten Konsequenzen und basieren drittens auf einem negativen Menschenbild. Weiterlesen …
Die meisten Mitarbeiter sind, zumindest zu Anfang ihrer Erfahrungen mit Führungskräften, motiviert und neugierig, bereit Verantwortung zu übernehmen, sowie bereit, zu glauben und zu vertrauen. Nur verbal bekundete Aufgeschlossenheit bei gleichzeitig weitgehender Verhaltensstarre, … Weiterlesen …







