Der gewöhnliche Trottel ist heute oft nicht einmal mehr geistig minderbemittelt, „anders begabt“ oder „gehirnreduziert“ – er hat lediglich die falschen Denk-, Handlungs- und Kommunikationsgewohnheiten, mit denen er sich, zumeist mittel- und langfristig, selbst schadet.
Gewohnheiten zu bilden ist wichtig für uns – warum?
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und Demut kann uns erheben – wenn wir den Mut dazu haben.
Um die Dimensionen dieser Worte zu erfassen, war es für mich hilfreich, mir die Wortgeschichte des Mutes anzuschauen.
Dass „Mut“ die Bedeutung von Wagemut, Beherztheit, Kühnheit und Tapferkeit hat und als eine Haltung gilt, die zwischen Tollkühnheit und Feigheit liegt, ist erst seit dem 20ten Jahrhundert gebräuchlich. Wobei Mut in diesem Sinne, ohne jede Furcht, Vorsicht oder Besonnenheit, sehr schnell zum Leichtsinn, zur Tollkühnheit, Dreistigkeit oder Waghalsigkeit wird. Weiterlesen …
Der Lehrer des Menschen heißt Irrtum.
William Faulkner
Die Annahme, das die Sonne im Zentrum steht und sich nicht um die Erde dreht, ist töricht, absurd, im theologischen Sinne falsch und ketzerisch.
Die Inquisition zu Galileos Vorschlägen, 1633
‚Das Erdöl ist eine nutzlose Absonderung der Erde – eine klebrige Flüssigkeit, die stinkt und in keiner Weise verwendet werden kann.‘
Aus einer Verlautbarung der ‚Akademie der Wissenschaften‘ in St. Petersburg 1806
Zugfahrten mit hoher Geschwindigkeit sind unmöglich. Die Passagiere können bei 30km/h nicht mehr atmen und müssen ersticken.
Dr. Dionysius Larder (1793 – 1859) Weiterlesen …
Eine Sorte Tee – zwei Namen – zwei verschiedene Geschmackserlebnisse.
Ein Tee, der „Tropical Feeling“ heißt, schmeckt exotischer und fruchtiger, als wenn der Tee „Vor dem Kamin“ heißt – auch wenn es sich dabei um dieselbe Teesorte handelt. Gebäck schmeckt besser, wenn es nach „Großmutters Rezept“ gebacken oder „traditionell“ erzeugt wurde. Unsere Sinne lassen sich offensichtlich manipulieren.
Die Kraft der Metaphern (Sprachbilder) liegt in den Assoziationen, die sie wecken, oft mit weitreichenden Konsequenzen. Weiterlesen …
Verehrte Leserin, verehrter Leser, es liegt mir vollkommen fern, Ihnen Narretei zu unterstellen. Der Titel bezeichnet lediglich eine stringente, elegante und leicht umsetzbare Vorgehensweise, Empfehlungen im Außendienst einzuholen. Wir haben diese Struktur für die Trainingsreihe eines Kunden entwickelt und vielfache Rückmeldungen über die erfolgreiche Umsetzung erhalten; selbst bei leicht unterdurchschnittlicher intellektueller Brillanz einzelner Berater.
Zuallererst: Die Frage nach Empfehlungen sollte kein Überfall und keine Geiselnahme werden. Allerdings sollten wir auch nicht übervorsichtig sein und zu gewunden oder indirekt fragen – oder gar nicht.
Wir tun gut daran, die Empfehlung als Idee und Instrument positiv einzuführen und nützlich zu legitimieren. Des Weiteren hilft eine im Kundengespräch getroffene Vereinbarung, bereits relativ früh eine bedingte Zustimmung des Kunden zur späteren Empfehlungsnahme zu erhalten. Weiterlesen …
Ein Dilettant (ital. dilettare, „sich erfreuen“) tut eine Sache aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft. Dabei kann er sogar weitgehende Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben, solange er von dieser Tätigkeit nicht komplett seinen Lebensunterhalt bestreitet, gilt er als Dilettant, als ein Laie im Gegensatz zum Profi. Hier geht es also nicht um Nachhilfe für verhaltensoriginelle Gehirnasketen, wohl aber um wichtige Hinweise für „Semiprofis“, die mehr schlecht als recht oder nur gesponsert überleben können, statt bereits gewonnenes Vertrauen über die Einholung von aktiven Empfehlungen zufriedener Kunden zu multiplizieren. Weiterlesen …
Viele Führungskräfte lassen ausgezeichnete Möglichkeiten sausen, die Motivation ihrer Mitarbeiter für lau zu pushen. Weil sie ständig was zu sagen haben. Reden wollen. Gleich, ob bei einer Arbeitssitzung, einer Präsentation, einem Interview oder einer sonstigen Ankündigung. Auch, wenn sie inhaltlich und substantiell rein gar nichts zu sagen haben. Trotzdem Held sein wollen. Wichtig sein wollen (Frauen betrifft das meiner Erfahrung nach weniger als die Herren der Er-Schöpfung). Obwohl so manches Resultat nicht wegen, sondern trotz des Einwirkens der Führungskraft zustande gekommen ist. Viele der Mitarbeiter und Zuhörer schauen dabei nach unten, damit der gequälte Gesichtsausdruck nicht so leicht zu sehen ist. Hier zwei einfache Regeln, die es uns erlauben, weniger falsch zu machen, weniger Menschen zu nerven, die Motivation unserer Truppe zu verbessern und unserer Verantwortung als Führungskraft besser gerecht zu werden.
1. Gibt es „good news“? Halten Sie die Klappe und delegieren Sie das Ganze an eine/n ihrer MitarbeiterInnen, sofern diese/r (auch nur im entferntesten!) etwas damit zu tun hat (natürlich darf sie/er gerne auch viel mit dem Resultat zu tun haben). Das Ziel allen Führens ist, dass der/die Mitarbeiter am Ende sagen kann: „Das habe/n ich/wir geschafft.“ Haben Sie keine Mitarbeiter denen Sie das zutrauen? Dann hier noch ein Zusatztipp für Sie: Wer an der aktuellen Stelle im Unternehmen unentbehrlich ist, kann nicht befördert werden 😉 . Sorgen Sie sich um und sorgen Sie für die Weiterentwicklung Ihrer MitarbeiterInnen. Auch im eigenen Interesse.
2. Gibt es „bad news“? Jetzt ist Ihre Zeit gekommen, Statements abzugeben, „I’m sorry“ zu sagen, unangenehme Fragen zu beantworten und Besserung zu geloben – und zwar vollkommen unabhängig davon, ob Sie persönlich Anteil an dieser Entscheidung, resp. an diesem Versäumnis oder Fehler hatten. Tun Sie einfach Ihren Job als Führungskraft.
Wenn Sie knapp mit der Zeit sind, können Sie hier aufhören zu lesen. Das war’s. Viel mehr kommt jetzt inhaltlich nicht. Nur noch ein paar erklärende Sätze. Weiterlesen …
Der Mensch ist Mittelpunkt vs. Der Mensch ist Mittel. Führen als motiv- und bedürfnisorientierte Dienstleistung für Mitarbeiter vs. Bestechen, bedrohen, bestrafen, belobigen, belohnen. Einzigartigkeit und Individualität vs. Zuviel Trott macht Trottel. Die Führungskraft als Vorbild vs. Beispiel. (Inhalt des Vortrages vom 14.11.12 beim VGA in Düsseldorf)
In einer hierarchischen Organisation wird jeder bis zur Stufe seiner absoluten Unfähigkeit befördert.
Laurence J. Peter
Dazu ein unterhaltsames Video von der Schwimmring AG:
Der Ignorant ist verdammenswert, die Gleichgültigkeit ein Übel. Und Toleranz ist das, was der Welt gut tut – oder doch nicht? Lauschen wir diesen Worten mal nach und denken uns was dabei. Durch Begriffeln von Begriffen zum Begreifen – keine Angst, das tut i.d.R. nicht mal weh. Weiterlesen …







