Das unsere Wahrscheinlichkeitseinschätzungen mehr schlecht als recht funktionieren und wir oft genug Entscheidungen mit für uns unabsehbaren Folgen unter dem Einfluss einer veritablen Kontrollillusion treffen, haben wir im ersten Teil dieses Artikels gesehen. Was aber ist das Wesen einer Ent-scheidung (Teil 2 hier und heute) und wie können wir trotz der vorher geschilderten Unzulänglichkeiten bessere Entscheidungen treffen (Teil3 und evtl. folgende)?
Was ist das Wesen einer Entscheidung?
Das schwierige bei Entscheidungen ist selten, dass wir uns für etwas entscheiden, als viel mehr, uns von dem zu „scheiden“, gegen das unser Entschluss gesprochen hat; dass eigentliche Wesen einer Entscheidung ist die „Scheidung“ von der Alternative.
Hernán Cortes
Beispielhaft für eine solche, Weiterlesen …
Wenn wir Überzeugungskünstler statt Überredungstäter werden wollen, ist es unerlässlich, dass wir von unserem Gegenüber seine individuellen Beweggründe und Motive erfahren.
Jeder von uns lebt in seiner subjektiven Wirklichkeit. Das kann bedeuten, dass die Vorteile, die wir in einer Sache sehen, für den Partner in keiner Weise relevant sind. Mancher kommt um so mehr ins Quatschen, je weniger der Partner die eigenen Argumente gut findet. Allerdings haben wir die Möglichkeit, aus Vorteilen, die wir sehen, Nutzenargumente zu machen … in dem wir Fragen stellen.
Jedes Argument und jeder Vorteil, den wir nur ansprechen, löst im besten Fall positive Bilder und Gedanken beim anderen aus. Oder auch nicht. Um überzeugungsrelevante Nutzenargumente zu finden, sollten wir Aussagen, Argumente und Vorteile mit Fragen qualifizieren, um weniger „Abstoßungsreaktionen“ zu bekommen. Beispiele Weiterlesen …
Nachher kommt es regelmäßig vielen von Anfang an seltsam vor – ob, wie aktuell die Chefs der Immobiliengruppe S&K, Stephan Schäfer und Jonas Köller, die Millionen ihrer Anleger verprassen oder der ehemalige Finanz- und Börsenmakler und Vorsitzende der Technologiebörse NASDAQ, Bernard Lawrence „Bernie“ Madoff, seine prominenten Anleger um Milliarden bringt – jedes Jahr stehen wieder solche Fälle in der Zeitung. Und das sind nur die besonders dreisten, oder bei denen es um exorbitant hohe Summen ging. Es gibt Tausende von Hochstaplern, Schwindlern und Betrügern, die immer wieder aufs Neue Klein- und Großanleger abzocken – wie machen die das? Wie können wir uns schützen? Oder uns auch die ein oder andere Idee für unsere seriösen Angebote abkupfern? Weiterlesen …
Haben Sie mehr Angst vor Haien oder vor Kokosnüssen? Vor Spinnen und Schlangen oder eher davor, vom Blitz getroffen zu werden? Oder vor nichts davon? Sie spielen aber regelmäßig Lotto, sind dabei Gelegenheitsraucher, -trinker und Hobby-Nicht-Sportler? Haben Sie schon einmal über die Gewinnchancen beim Roulette nachgedacht? Oder am Aktienmarkt?
Wir Menschen haben eine fatale Ineffizienz, Chancen und Risiken unserer Entscheidungen (und auf Dauer unserer Gewohnheiten) einzuschätzen. Die teilweise absurden Fehleinschätzungen kosten uns Geld, unsere Gesundheit und/oder Jahre unseres Lebens. Je nach dem wo jemand beruflich engagiert ist, kostet es auch das Geld anderer, deren Gesundheit oder deren Leben.
Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass das menschliche Urteilsvermögen bei Vorhersagen, Risikoabwägungen und Wahrscheinlichkeitseinschätzungen NOCH unzuverlässiger ist, als statistische Modelle oder Erhebungen – und die sind oft schon zweifelhaft genug. Was z.B. Laien nach einer Untersuchung (1992 Deutschland) als die größten drei Todesrisiken ansehen, sind: Asbest, Giftmüll, starke Medikamente. Die Einschätzung von Experten: Rauchen, wenig Bewegung, Spirituosen.
Andere Beispiele: Im langjährigen Mittel sterben weltweit jährlich etwa 10 Menschen durch Haiangriffe, aber jährlich rd. 150 Menschen durch fallende Kokosnüsse*. In den USA sterben jährlich 10-15 Menschen an Spinnen- oder Schlangenbissen, etwa genauso viele durch Hundebisse, allerdings drei Mal so viele durch Wespen- und Bienenstiche und ca. zehnmal so viele durch Blitzschläge. Weiterlesen …
Es gibt Worte, denen würde, verschwänden sie und der Umstand, der sie notwendig gemacht hat völlig, kein Schimanski-Jacke1 tragender Zausel2, kein Backfisch3, kein Dreikäsehoch4 und keine Kaltmamsell5 zagend6 und zeternd7 auch nur eine Träne nachweinen. Puh … ich sollte natürlich, wie jeder, der sich schreibend schutzlos macht, trotzdem nicht reden und schreiben, als wenn die ganze Zeit ein Stab oder Stock in meinem Verdauungstrakt steckt. Obwohl — ist das dann „nordic talking“? Weiterlesen …
Tattoos sind IN, viele lassen sich heutzutage tätowieren, weil sie es schön finden oder das gewählte Motiv in ihren Augen die Persönlichkeit unterstreicht. Es gibt allerdings zwei wissenschaftliche Untersuchungen, die zum einen besagen, dass sichtbare Tattoos die Attraktivität der Person in den Augen der meisten Betrachter nicht erhöht und zum anderen die Wirkung der Person im Business verschlechtert. Weiterlesen …
„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt“, sagt der Volksmund, und jetzt hat es auch die Wissenschaft gemerkt. Einerseits schlafen Menschen, die nennenswerte Rücklagen ihr Eigen nennen, nachweislich (zumindest im Schnitt) besser, als „vermögensferne“ Normalos. Andererseits beeinträchtigen finanzielle Anreize offenbar signifikant die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen; zumindest ist das das Ergebnis einer Untersuchung von zwei Psychologen der University of California. Weiterlesen …
Wer hätte das gedacht – wenn offizielle Schriftstücke unterschrieben werden, BEVOR es an das Ausfüllen geht, reduzieren sich die Falschangaben dramatisch. Weiterlesen …
Dies ist eine nicht jedem zur Verfügung stehende Möglichkeit, zum Trottel zu werden. Logik ist ja eigentlich die Lehre von der Folgerichtigkeit des Denkens, nur kann eine Schlussfolgerung gleichzeitig folgerichtig und trotzdem idiotisch sein. Beispiel: Weiterlesen …
Warum akzeptieren wir manche Begrenzung, obwohl deren Zeit längst abgelaufen ist? (Ergänzung zu Punkt 2+3 des Artikels Nur der falsche Trott macht Trottel – Gewohnheiten für ein besseres Leben)
Ein riesiger Koloss von Elefantenbulle, schwer wie fünf und knapp so hoch wie drei aufeinander gestapelte Golf VII – ein Gebirge von einem Tier mit der Kraft, eines dieser Autos samt Passagieren und Gepäck hoch zu heben – gehalten von einer relativ dürftigen Kette. Der Bulle könnte sich leicht befreien, warum tut er es nicht? Weiterlesen …









