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Geldbelohnung beeinträchtigt Einfühlungsvermögen

24/01/2013

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„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt“, sagt der Volksmund, und jetzt hat es auch die Wissenschaft gemerkt. Einerseits schlafen Menschen, die nennenswerte Rücklagen ihr Eigen nennen, nachweislich (zumindest im Schnitt) besser, als „vermögensferne“ Normalos. Andererseits beeinträchtigen finanzielle Anreize offenbar signifikant die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen; zumindest ist das das Ergebnis einer Untersuchung von zwei Psychologen der University of California.

Wer finanziell dafür belohnt wurde, sich im Wettbewerb besser als andere in die Gefühlslage von Mitmenschen einzufühlen, dem gelang dies weniger gut, als einer nicht „bezahlten“ Kontrollgruppe. Die Konkurrenzsituation selbst konnte als Auslöser ausgeschlossen werden, da dieser Effekt beim Wettbewerb um Punkte nicht auftrat.

Welche Bedeutung hat dies für einen Berater oder eine Führungskraft, die mit hohen Provisionen oder Boni geködert werden? Einfühlungsvermögen und Mitgefühl sind wichtige Kompetenzen im Umgang mit dem internen oder externen Kunden.

Einfühlungsvermögen ohne Mitgefühl (und meist ohne Unrechtsbewusstsein), als hoch manipulative Kernkompetenz des netten Psychopathen von nebenan ist freilich für die Mitmenschen deutlich gefährlicher, als emotionale „Blindheit“ es je sein könnte.

Dieser Artikel basiert auf: Psychologie Heute, Geld tötet Mitgefühl, Frank Luerweg, Ausgabe Februar 2013 (Allerdings werden hier meiner Meinung nach Mitgefühl und Einfühlungsvermögen undifferenziert in einen Topf geworfen.)

From → Führung, Verkauf

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