… weil es einfacher ist, als komplexe Probleme nachhaltig zu lösen?
Wie kommen Menschen, beruflich wie privat, aber auch Unternehmen (oder Staaten) zu gewünschten Ergebnissen? Wer nur auf der augenfälligsten Symptomebene nach dauerhaften Lösungen für Probleme sucht, greift oft zu kurz.
Idee – Energie – Bewegung – Resultat
Jede Veränderung beginnt mit einer Idee oder Vision, einem Spirit oder (mehr oder weniger) konkreten Ziel.
Energie bekommt dieses Wunschergebnis (Aristoteles nannte es die Zielursache) durch ihren Sinn oder Nutzen, der sowohl positive (hin zu, nach David McCelland) als auch das Negative vermeidende (weg von, wie vor) Motivation sein kann (Aristoteles nannte dies die Wirkursache).
Diese Energie führt dann zu einer Bewegung, welche die Resultate produziert. Beispiele: > Weiterlesen …
Wer an seiner aktuellen Position unentbehrlich ist, kann leider nicht befördert werden. Wer Herrschaftswissen sammelt, parkt sich selbst in eine Sackgasse ein. Jede persönlich zu verrichtende Dienstleistung, wie z.B. auch die Führung von Mitarbeitern, hat nur begrenzte Möglichkeiten der Multiplikation oder Addition von Wirkungen und Resultaten. Immer da, wo wir als Person selbst aktiv werden müssen, können wir dies zur selben Zeit nur einmal tun.
„Nur begrenzte“ Möglichkeiten heißt aber eben auch, dass es welche gibt. Hier sind sie:
Damit sich bei der Zuordnung der Verantwortungen und Aufgaben* zu einer Stelle im Unternehmen nicht zufällig und ungeplant Doppelungen, Überschneidungen und/oder „weiße Flecken“ ergeben ist es sinnvoll, diese zu erfassen und in einer Stellenbeschreibung zu regeln und zu priorisieren. Jede unplanmäßige Verteilung kann zu unzufriedenen Kunden, Mitarbeitern und/oder Führungskräften/Eigentümern und damit im Endeffekt zu vergeudeten Ressourcen führen.
* Der Unterschied zwischen einer Verantwortung und einer Aufgabe ist, dass die Aufgabe persönlich erfüllt werden sollte, während eine Verantwortung inklusive konkretem Ziel, Entscheidungskompetenzen und Mitteln delegiert werden kann.
Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel, der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das 5.te Buch der Hirnschrittmacher-Reihe:
„DIE DIENSTLEISTUNG FÜHRUNG – der Mitarbeiter als Kunde! Handbuch für Führungsdienstleister“, das Sie hier als E-Book oder Print-Version erwerben können.
Kurzbeschreibung
Führung ist eine Dienstleistung. Wenn sich diese nicht am Bedarf und Nutzen unserer Mitarbeiter orientiert, werden sie sich nicht von uns führen lassen. Lesen Sie, wie Führung mitarbeiterbezogen, bedarfsgerecht und nützlich gestaltet werden kann.
Hintergründe und Konkretisierungen zum besseren Führungsverständnis, sowie 35 Vorbereitungs-, Vorgehens- und Gesprächsleitfäden!
So geht “Motivation” am einfachsten – die Erreichung der Ziele des Unternehmens wird der Weg zum Erreichen der Mitarbeiterziele.
Dieses Buch besteht aus
- der Einleitung,
- dem Inhaltsverzeichnis,
- einem Leitfädenverzeichnis,
- 6 Hauptteilen
Teil 1 – Grundlagen der Führung
Teil 2 – Die Rahmen für Führung
Teil 3 – Motive und Motivation und unsere Dienstleistung
Teil 4 – Instrumente und Ideen der Führung
Teil 5 – Arbeitsorganisation
Teil 6 – Special Interest mit insgesamt - 43 Kapiteln,
- einigen Unterkapiteln,
- 35 Leitfäden und
- einer (nicht ganz ernst gemeinten) Zusammenfassung.
Der Rest ist Impressum, ein paar Worte zur Hirnschrittmacher-Reihe, der Vorstellung des Autors und Werbung für die anderen Werke des Schreibers.
Sie können in der E-Book-Version aus dem Inhaltsverzeichnis und aus dem Leitfädenverzeichnis zu jedem Themenpunkt und Leitfaden springen, sowie am Ende jedes Kapitels zurück zum Inhaltsverzeichnis.
Der Themenschwerpunkt liegt auf der Kundenbeziehung der Führungsverantwortlichen zu den eigenen Mitarbeitern.
Nur angerissen werden hier die eher technischen Aspekte von Führung wie z.B. die persönliche Arbeitsorganisation der Führungskraft.
1. Respektiere Menschen ohne Bedingungen, allein für das was sie sind.
2. Fordere sie heraus und vertraue ohne zu wanken und bis zum Beweis des Gegenteils.
3. Nimm die Menschen an Deiner Seite um ihretwillen wichtiger als Sachen, Meinungen oder Dein Ego.
4. Vergib Fehler ohne Vorwürfe, hilf nach Deinen Möglichkeiten und gib Chancen.
5. Versprich ohne zu vergessen, was Du zugesagt hast.
6. Versprich nichts, was Du nicht einhalten kannst oder willst.
7. Nimm Dir Pausen und lasse sie auch zu. Lächle, lebe, arbeite und genieße.
8. Ertrage nicht zu ändernde, ärgerliche Umstände und Menschen ohne zu jammern und zu klagen.
9. Höre zu, unterbrich nicht, (ver-) urteile nicht sofort und versuche zuerst den anderen zu verstehen.
10. Sprich wahr und klar, ohne dass dies zum Selbstzweck wird und ohne andere anzuklagen.
11. Antworte nach bestem Wissen und Gewissen ohne unter allen Umständen Recht haben zu wollen.
12. Wenn dies alles nicht ausreicht, um ein vertrauensvolles und fruchtbares Arbeitsverhältnis zu schaffen, trenne Dich. Sofort.
Später mehr dazu.
Das könnte auch interessieren: https://sglscheuermann.com/2012/11/15/leistungstrager-im-unternehmen-als-a-kunden-der-dienstleistung-fuhrung/
P.S. Vieles davon hilft ebenfalls, persönliche Beziehungen nachhaltig positiv zu gestalten 😉
So lautet im Star-Wars-Kosmos der Abschiedsgruß der Jedi-Ritter. Mit „der Macht“ ist eine (fiktive) Kraft gemeint, die die Welt der Dinge und der Lebewesen verbindet. Die Jedis haben die Fähigkeit diese zu kontrollieren, um sie gemäß dem Kodex der Ritterschaft ausschließlich im besten Sinne für eine gute und gerechte Sache einzusetzen. Immer in dem Bewusstsein, dass diese Kraft auch zu eigennützigen und selbstsüchtigen Zwecken missbraucht werden kann. Entscheidet sich der Jedi-Ritter, diese Kraft im Zorn und / oder zum Eigennutz einzusetzen, verfällt er der „dunklen Seite der Macht“. Dieser Grundkonflikt von Gut und Böse, Macht und Machtmissbrauch, der sich durch alle Episoden der Star Wars Reihe zieht, lässt die Geschichten so menschlich, so emotional und so leidenschaftlich wirken. Wie im richtigen Leben von Menschen, gleich ob diese Politiker oder Volk sind, Vermögender oder Verschuldeter, Führungskraft oder Mitarbeiter, eben immer dann, wenn die einen über Macht verfügen und die anderen dieser mehr oder weniger ausgeliefert sind. Macht wird dabei allgemein verstanden als die Fähigkeit oder das Vermögen, auf das Denken, Fühlen und Handeln von anderen Menschen Einfluss nehmen zu können. Mein Anliegen hier und heute ist, das Thema „Macht und Machtmissbrauch in der Führung“ zu untersuchen und, falls Sie Lust haben, zu diskutieren.
Als LeserIn dieses Blogs wissen Sie, dass 51 der bislang erschienenen 157 Artikel die Basis für die äußerst erfolgreichen „Hirnschrittmacher“-Breviere waren:
- Brevier 1 – Trottelfallen:
Wie Sie sich von lästigen Gewohnheiten befreien! - Brevier 2 – Trottelfalle Nettigkeit:
Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen! - Brevier 3 – Trottelfalle Rhetorik:
Reden Sie ruhig. Solange bis Sie wissen, was Sie sagen wollen!
Unter anderem sind die drei mit Abstand erfolgreichsten Blogartikel seit dem Start darin eingeflossen und waren hier bislang nur noch mit einer kurzen Anmoderation verfügbar. Da die Top 3 Artikel auch seitdem zu den am häufigsten aufgerufenen überhaupt gehören, habe ich mich entschlossen, alle drei wieder komplett online zu stellen.
Hier sind sie:
- Leseprobe aus Brevier 1 –
Der „blinde Fleck“ und die „Überbehütung“ – das Johari-Fenster - Leseprobe aus Brevier 2 –
Lächeln als gefallsüchtige Unterwerfungsgeste - Leseprobe aus Brevier 3 –
Rhetorik: Positiv formulieren ohne Schönfärberei
Bitte teilen Sie gerne Ihre Lieblingsartikel!
Viel Spaß beim Teilen und Lesen,
Siegbert Scheuermann
Wahnsinn, phantastisch, geheim, verrückt, ein Wunder!!!
Wenn wir solche Formulierungen lesen, dann wissen wir: Hier will jemand ohne (angemessene) Gegenleistung an unser Geld, will uns über den Tisch ziehen, betrügen, ausbeuten.
• Glück, Erfolg, ein vier- oder fünfstelliges Monatseinkommen mit 4 Stunden Arbeit pro Monat, wahlweise Wundermittel für überirdische Schönheit, ewige Jugend und lebenslange Gesundheit!
• Todsichere Systeme / Tipps / Tricks, um ohne jede Verpflichtung
– Lotto-, Aktien- oder Währungsspekulationsmillionär
– oder sowieso und irgendwie unvorstellbar reich in 14 Tagen
– ein unwiderstehlicher Stenz oder der beste Liebhaber oder was auch immer der Welt
– ein super Waschbrettbauchbesitzer in nur zwei Wochen (ohne Anstrengung) zu werden oder
– das Idealgewicht in drei Wochen (ohne zu Hungern)
zu erreichen.
• Erstmals die Geheimnisse, mit denen (Multi-) Millionäre (wahlweise Milliardäre) ohne sich anzustrengen ihr phantastisches Vermögen erworben haben. Ohne Vorkenntnisse und für Jedermann und in kürzester Zeit und unglaublich einfach nachzumachen.
• Sie haben gewonnen (ohne das Sie irgendwo mitgemacht haben) – ein Auto, einen Batzen Geld bei einer Ihnen völlig unbekannten portugiesischen Euro-Lotterie, Sie müssen nur noch … Kontakt aufnehmen, einen kleinen Betrag vorauszahlen … usw., usw.
• Jemand hat sich in Ihr Bild / die Art wie Sie schreiben / Ihre Stimme verliebt – bereits nach kurzer Zeit und auf eine große Distanz
• Ein Ihnen nicht bekannter Banker aus Nigeria will Ihnen ein paar Milliönchen von einem verwaisten Konto dafür zahlen, dass Sie Ihre Bankverbindung zur Verfügung stellen und sofort … Kontakt aufnehmen, einen kleinen Betrag vorauszahlen … (Sie wissen schon)
• Retten Sie Ihr Geld vor
– dem Fiskus
– dem nächsten, kurz bevorstehen Crash der Märkte, des Währungssystems, des Rentensystems oder was auch immer.
• Als ehemaliger Banker hier noch meine Finanzierungsfavoriten: Absolut, vollkommen kostenlos, gratis, Kredite, Handyverträge trotz eidesstattlicher Versicherung (früher Offenbarungseid), ohne Schufa, für Arbeitslose und Hartz IV Empfänger, ohne Bonität oder ohne Bonitätsprüfung, selbst ohne Einkommensnachweis!!! Bonus-Unsinn der Woche: Schuldenfrei (durch Umschuldung) werden!!!
Wenn wir zwei dieser Worte, resp. Formulierungen oder mehr als ein Ausrufezeichen pro Aussage!!! 😉 in einem Werbetext lesen, sollten bei uns sämtliche Alarmglocken klingen, denn: Weiterlesen …
Zumindest die Erfolgreichen geben das auch zu. Weniger erfolgreiche Menschen tun sich naturgemäß schwerer, den eigenen Anteil an einer unbefriedigenden Situation zu sehen und anzunehmen. Auch wenn dies eine wichtige Voraussetzung dafür wäre, an ihrer Situation etwas zu verändern. Lassen Sie uns, ohne dogmatisch werden zu wollen, dieses in der Physik, in der Technik und in der Soziologie als „Resonanz“ bekannte Prinzip etwas näher anschauen.
Lisa besuchte ein Seminar, in dem es um Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, die Differenzen zwischen beiden und deren Abbau ging. Als Lisa dran war, von allen Anwesenden ein erstes Feedback zu erhalten, kamen in vielen der Rückmeldungen die Adjektive „hübsch“ und „gutaussehend“ vor. Das passte absolut nicht zu dem Selbstbild, das Lisa ihr ganzes Leben von sich und mit sich herumgetragen hatte. Sie war völlig verwirrt und rief abends ihre Mutter an und fragte: „Mom, wie ist es möglich, dass du, solange ich mich erinnern kann, ständig gesagt hast, ich sähe nicht gut aus?“ Die Mutter antwortete: „Ich wollte auf keinen Fall, dass du so hochnäsig wirst wie dein Vater.“ Dieser Tag blieb Lisa in Erinnerung als der Tag, an dem sie hübsch wurde.
Aus: Die Zukunft ist ein Land, das niemandem gehört … von Ben Furman und Tapani Ahola
Auch unsere engsten Bezugspersonen haben ihre eigenen (teils unbewussten) Ziele, Zwecke, Vorstellungen und Wahrnehmungen. Das Feedback von relativ Fremden, mit denen wir keine gemeinsame Geschichte haben und mit denen keine Abhängigkeiten bestehen, kann zusätzlich unsere blinden Flecken reduzieren und nicht repräsentative Wirkungsrückmeldungen geraderücken.
Siehe auch: Der “blinde Fleck” und die “Überbehütung” – das Johari-Fenster
Was ist ein Fehler? Eine negative Abweichung von einem definierten Soll (Wert/Norm, Ergebnis, erwartete Funktionalität, Kosten, Durchlaufzeit, Einnahmen, Ertrag, Spielregel, Checkliste, konkrete und kommunizierte Erwartung, Anforderung). In einem Zustand, in dem wenige oder keine Standards definiert und/oder kommuniziert sind, kann eigentlich keiner Fehler machen, außer es werden bestimmte Mindeststandards unterschritten. Beispiele: Maschine funktioniert nicht, Verlust oder Schaden tritt ein, Patient unerwartet verstorben, Geld ohne Risikobewusstsein futsch, beteiligte Personen haben gesundheitliche Beeinträchtigungen, Herstellung oder Leistungserbringung kostet dauerhaft mehr, als erlöst wird.
Der erste Schritt, damit wir uns voran irren können, ist die konkrete Definition von Zielen, Spielregeln und Standards.
„Die Fehler sind alle da, sie müssen nur noch gemacht werden.“ Savielly Tartakower, 1887 – 1956, Jurist, professioneller Schachspieler
Unterschieden werden
• Wahrnehmungsfehler (im Prinzip beobachtbare Fakten werden nicht aufgenommen),
• Denkfehler (es werden unlogische Schlussfolgerungen gezogen)
• Planungsfehler (falsche Annahmen über Rahmenbedingungen),
• Handlungs-, Umsetzungsfehler (von der Norm abweichendes Verhalten, mangelndes Know How oder Fähigkeiten, Fertigkeiten um ein definiertes Ergebnis zu erreichen) und
• Auswertungsfehler (Messfehler, Rechenfehler, Buchungsfehler)
Fehlerkultur
Die Wenigsten haben Angst davor Fehler zu machen, die Meisten fürchten sich allerdings, bei einem Fehler erwischt zu werden … Weiterlesen …
