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Authentizität – entwicklungsfähig oder Schutzbehauptung um nicht zu lernen?

03/11/2011

Nehmen wir an, wir möchten unser Verhalten verändern, entwickeln. Und zwar in einer Art und Weise, die nicht unserer bisherigen Persönlichkeitsprägung entspricht. In wieweit können wir dann noch authentisch sein?

Als erstes die leider sehr selten gestellte Frage – was bedeutet Authentizität? Laut Wiki bedeutet es Echtheit im Sinne von „als Original befunden“. Authentizität bezeichnet demnach eine Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt. Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden.

In meinem Verständnis beschreibt Authentizität damit die Übereinstimmung unseres Verhaltens mit unseren Zielen, Werten und Rollen. Ziele und Werte entwickeln sich, im Laufe des Lebens übernehmen wir neue Rollen, etwa den Rollenwechsel vom Kind zum Jugendlichen, Erwachsenen, Partner, Eltern, Führungskraft, Berater etc. Ein neues, authentisches Verhalten muss sich in dieser neuen Situation erst entwickeln und unser Verhalten wirkt am Anfang oft nicht authentisch, obwohl es das bereits ist. Beispiele: Wenn wir uns authentisch mit unserem dreijährigen Ich verhalten würden, dürften wir in Gesellschaft rülpsen, Lutscher an Scheiben klatschen und Leuten sagen, dass sie aus dem Mund riechen. Heute wäre dieses Verhalten vermutlich eher unangebracht, es sei denn, jemand ist Rockstar, Topmodel oder Nerd. Oder nehmen Sie den ersten Auftritt von Mädchen in hohen Schuhen und einem engen Rock, oder ersten Auftritt von Jungen in Anzug und Krawatte. Das sieht bei wenigen Pubertanten authentisch aus, sondern erst mal mehr verkleidet und unbeholfen.

Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel. Der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das Brevier:

„Trottelfallen: Wie Sie sich von lästigen Gewohnheiten befreien!“, das Sie hier als E-Book zum Bestpreis erwerben können.

Kurzbeschreibung

Warum sind Gewohnheiten eine hervorragende Erfindung der Evolution? Wieso kann uns so mancher „Trott“ trotzdem zum Trottel machen? Welche Gewohnheiten bringen uns mehr körperliche, seelische, soziale und finanzielle Gesundheit und Zufriedenheit? Welche Gewohnheiten schaden uns und machen uns zum Lebensgeizlingen, Selbstausbeutern oder Selbstquälern? Wie oft haben wir (natürlich nur bei anderen) erlebt, dass die guten Vorsätze für das neue Jahr selten die erste Woche überleben? Was sind die psychologischen Funktionsweisen, Tricks und Kniffe, lästige Gewohnheiten sicher aufzugeben oder durch förderlicheres Verhalten zu ersetzen? Lesen Sie Erfahrungsberichte darüber wie es gelungen ist, den inneren Schweinehund nicht niederzuringen, sondern ihn zum Tanz aufzufordern und ihn dabei durch die Luft zu wirbeln. Erfahren Sie, wie es gelang, regelmäßig Sport zu treiben, abzunehmen, Nichtraucher zu werden und zu bleiben. Welche Trottelfallen tun sich auf, mit welchen Hindernissen bekommen wir es zu tun und wie überwinden wir sie? Dieses Brevier ist ein kurz gefasstes, eigenständiges Werk, das sich nicht durch große Umfassendheit und Detailtiefe, sondern durch Pointiertheit und Reduktion auf das Wesentliche auszeichnet. Letztmals waren Breviere in der Spätantike modern, etwa im 4. Jahrhundert n.Chr. und sie dürften auch heute wieder den Bedürfnissen und Lesegewohnheiten vieler Menschen entgegenkommen. Ca 103 Seiten.

2 Kommentare
  1. Endlich ein gut zu lesender Beitrag, mein Dank. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diesen Blog gut zu lesen und leicht zu verstehen.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Rhetorik: Selbstmanipulation durch Sprachgewohnheiten « Hirnschrittmacher

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