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Lächeln als gefallsüchtige Unterwerfungsgeste

26/10/2011

Einerseits ist das Lächeln „der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen“, andererseits  eine sich ausbreitende Seuche, die Menschen in Gegenwart von Kameras, Kunden und Vorgesetzten befällt. Sie nennt sich dann allerdings „cheese“ (Käse) und kann, im Übermaß genossen, sogar krank machen.

EmoticonEs gibt Studien (worüber Menschen so alles forschen!!?), die belegen sollen, dass „unechtes Dauerlächeln“ Depressionen und Bluthochdruck auslösen kann. Entwicklungsgeschichtlich ist das Lächeln eine Unterwerfungsgeste, die wir heute noch auf jedem Affenfelsen beobachten können. Gegner oder ranghöhere Tiere sollen damit beschwichtigt werden, nach dem Motto  „ich bin ungefährlich, ich tue dir nichts, tue du mir auch nichts“.

Wiewohl ich das Image des „echten“, sympathie- oder humorgetriebenen Lächelns nicht schmälern möchte (darüber ist, glaube ich, genug geschrieben worden), gibt es Situationen, bei denen ein „unechtes“ Lächeln unsere Durchsetzungsfähigkeit  und damit die Zielerreichungswahrscheinlichkeit beeinträchtigt. Was heißt in diesem Zusammenhang „unecht“?

Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel, der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das Brevier

„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“, das Sie hier als E-Book zum Bestpreis erwerben können.

Kurzbeschreibung

Humorvoll mit überraschenden Einsichten, jeder Menge Praxisbeispielen und konkreter Hilfestellung, das Brevier
„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“
Wir lernen von klein auf höflich und nett zu anderen zu sein. Vielen von uns wurde von der Umwelt eingetrichtert, eher auch die andere Wange hinzuhalten, als sich gegen Unverschämtheiten zur Wehr zu setzen. Und dass in einem Streit der Klügere nachgibt, solange, bis er letztendlich der Dumme ist. Wir sollten allerdings in unserem eigenen Interesse
• sowohl freundlich als auch wehrhaft sein,
• hilfsbereit sein, aber auch „Nein“ sagen können,
• offen sein für andere aber auch unsere eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, anmelden und versuchen durchzusetzen.
„Trottelfalle Nettigkeit“ ist ein Ratgeber für alle „netten“ Menschen, die nicht oder zu selten sagen, wenn sie etwas stört –
• weder zu Hause dem Partner, den Freunden, Bekannten oder den Kindern,
• noch bei der Arbeit den Kollegen, dem Chef oder den eigenen Kunden oder Mitarbeitern.
Die lieber die „Faust in der Tasche ballen“ und sich ein Magengeschwür ärgern, anstatt freundlich und bestimmt zu sagen: „So nicht!“ Hier finden Sie einen Ideengeber und Helfer, wenn Sie sich in Zukunft nicht mehr unterbuttern und ausnutzen lassen wollen.
Das Brevier „Trottelfalle Nettigkeit“ versorgt Sie mit Hintergrundinformationen, warum „Nett die kleine Schwester von Sch**ße ist“, wieso ein gesunder und weitsichtiger Egoismus langfristig für alle Beteiligten besser und förderlicher ist. Zusätzlich helfen Ihnen die konkreten Beispiele und Gesprächsleitfäden die nachweislich erfolgreichsten Strategien der Welt praktisch ein- und umzusetzen.Ca. 107 Seiten

Hier der komplette Rest des Artikels als Leseprobe:

Das ist zum einen das oben angesprochene, krankhafte Dauergrinsen, aber auch das gefallsüchtige/gefälligkeitsgetriebene “nette” Lächeln. Dieses häufig in der Jugend erworbene/andressierte “Kleinmädchengehabe” können wir übrigens auch bei Männern beobachten (und das beileibe nicht nur in Köln, meiner Heimat-Domstadt seit knapp 20 Jahren). Das “es allen recht machen und gefallen wollen” ist zwar tendenziell bei Frauen sozialisationsbedingt häufiger, aber generell nicht geschlechtsabhängig.
Beispiele, wie wir solches “Tiefstatus-Verhalten” erkennen können:
• Dauerlächeln
• Aussagen wie Fragen betonen
• Kopf schräg legen
• schiefe Sitzhaltung
• fehlender, sehr kurzer oder seltener Blickkontakt
• mit leicht gesenktem Kopf nach oben blicken
• Haare zurückwerfen oder -streichen
• Berührungen im eigenen Gesicht
• singender oder “flötender” hoher Stimmklang
• sich selbst “umarmen”
• Hilflosigkeit demonstrierendes Schulterzucken
• unangebrachtes, ständiges Kichern
Immer, wenn wir glaubwürdig und fachkompetent wirken wollen, schränkt oben genanntes Verhalten diese Wirkung ein – wir präsentieren uns als beta-Männchen oder -Weibchen. Als Führungskraft oder Berater in Branchen mit hohen Investitionsbeträgen ist dies nicht hilfreich. Es gibt jedoch Branchen und Positionen, in denen man(n) mit der koketten Kleinmädchen-Masche durchaus erfolgreich sein kann, weil dieses Verhalten an den Beschützerinstinkt des anderen appelliert.

Weitere Informationen zum Thema “Hoch-” und “Tiefstatus” finden Sie hier.

6 Kommentare
  1. johann permalink

    na ja, mein, wie lotte sagt, unnachahmliches na jah! und kopf schieflegen heisst bei mir: das geht durch mich durch, berührt mich nicht. lächeln ist doch schön erstmal und ich kann meist erst hinterher feststellen wies gemeint war… also das obige ist mir zu dogmatisch!

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