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4.194 km, Berg und Tal

24/08/2015

Trail running in montagnaNun, es ist mal wieder soweit – ein weiterer Bericht über meine Erfahrungen mit körperlicher Ertüchtigung und der „Mission Hüftgoldschmelze“. Heute möchte ich Ihnen berichten, wie ich in einem Monat 10 kg abgenommen habe.
Wenn Sie die früheren Berichte verfolgt haben, dann wissen Sie, dass ich 2012 eine Operation hatte, mit dem Rauchen aufgehört habe und zu meinem Presswurst-Ich mit rund 100 kg Gewicht mutiert bin (bei 1,87 m Größe). In der Folge konnte ich durch regelmäßiges Joggen und bewusstes Essen innerhalb eines halben Jahres bis auf 85 kg abnehmen.

Wie ging es weiter?

Wie das Leben so spielt, habe ich es dann, bedingt durch fleißiges Packen für einen bevorstehenden Umzug wieder schleifen lassen, nahm abermals bis auf etwa 93 kg zu und startete das regelmäßige Joggen im oberbayrischen Voralpenland erst wieder ernsthaft ab August 2014. Es liess sich gut an. Allerdings hatte ich es wohl in meiner neuen Heimat mit den Distanzen übertrieben, weil hier Höhenmeter dazukommen, von denen die rheinische Tiefebene nicht einmal alpträumen kann. Schon bei einem kleinen Läufchen über nur wenige Kilometer kommen da mal leicht und locker 200 – 300 Höhenmeter zusammen, ohne dass man die Steigungen suchen müsste oder würde. (Meine persönlich Folterstrecke war 2,74 km rauf 2,9 km runter mit jeweils knapp 500 Höhenmetern.) Und so ereilte mich Anfang November 2014 eine Schienbeinkopfknochenhautentzündung durch Überlastung. Mehrere Versuche nach 4 Wochen, 8 Wochen und einem Vierteljahr wieder zu beginnen, führten direkt zu erneuten, starken Beschwerden im Knie. Also pausierte ich. Insgesamt 8 Monate lang, bis das Knie wieder völlig schmerzfrei war. Ein bisschen Sport im Juni, aber wie gehabt weiter Essen und Trinken führten nicht zum gewünschten Erfolg  – ich nahm den kompletten Juni kein Gramm ab, im Gegenteil nochmal ungefähr 4 kg zu.Und hatte nun den Gipfel meines Bauchvorsprungs erklommen und ein neues All-time-high Gewicht von 102 kg erreicht. Zum Schluss musste ich sogar an der Seite an mir runter schauen, um die Farbe meiner Unterhose zu sehen.

Neustart der Aktion Hüftgoldschmelze war dann am Freitag, den 3. Juli dieses Jahres und bereits am 3. August hatte ich 10 kg verloren. Wie? Eigentlich recht simpel.

Tipp 1: Ich bin in 31 Tagen 25 mal zügig gegangen, jeweils zwischen 6 und 8 km, insgesamt 173 km. Ab einem Minimum von 30 Minuten körperlicher Aktivität setzt die Fettverbrennung ein. Wer völlig untrainiert ist, sollte auf diese 30 Minuten hinarbeiten. Beginnen kann wirklich jeder, z.B. mit 5 Minuten schnellem Gehen – 2,5 Minuten in die eine Richtung und 2,5 Minuten zurück. Bereits diese Dosis reicht, um den Körper an die Anstrengung zu gewöhnen und in der Folge langsam zu steigern.

Tipp 2: Zusätzlich verzichte ich auf Nahrungsaufnahme nach 16 Uhr, gibt es doch ausnahmsweise ein Abendessen, fällt das Mittagessen flach. Einmal die Woche esse ich 3 Mahlzeiten am Tag, damit der Körper nicht den Eindruck bekommt, dass er sich in einer Hungersnotsituation befindet und auf Energiesparmodus umschaltet. Ansonsten kann ich bei aufkommendem Hungergefühl alkoholfreies Weißbier oder (eine Hand voll!) Studentenfutter als Abnehmhelfer empfehlen. Ich esse übringens alles, worauf ich Lust habe, auch mal ein Becher Eis mit Sahne, ein Stück Kuchen oder Schweinebraten mit Knödel und Soße, nur eben keine Mengen (Seniorenteller); ich höre auf, wenn ich satt bin.

Tipp 3: Über 100 kg ist empfohlen zu gehen (4 – 5 km/h Schnitt), 90 – 100 kg Bouncing walk (Schnellschritt oder dynamisches Gehen 6 – 6,5 km/h), unter 90 kg laufen (7 km/h – so schnell es geht, bei mir nicht mehr als 8 km/h). Unterschied: Beim Gehen in jedweder Geschwindigkeit berührt immer ein Fuß den Boden, beim Laufen gibt es einen kurzen Moment, in dem beide Füße in der Luft sind. Aber das wussten Sie sicher. Sorry für den kleinen Korinthenk**ker-Anfall.

motion blur forest trail runIm August gab es schon bislang eine Menge Feiern und Essenstreffen. Für mich hieß das – Intensität des Sports erhöhen, langsamer abnehmen. In den letzten 3 Wochen bin 84 km Rad gefahren, 74 km gelaufen und 26 km gewandert. Dabei gab es 2604 Höhenmeter zu überwinden und ich konnte 22.907 Kalorien verbrennen. Ergebnis, trotz aller leiblichen Genüsse – weitere 2 kg weniger Gewicht. Die Waage zeigt seit längerem wieder mal eine schreckhafte 8 als erste Ziffer :-). Jetzt kann ich auch wieder problemlos und ohne Verrenkungen die immer wieder aufkommende Frage beantworten: >>Welche Farbe hat eigentlich Ihre Unterhose?<<

Keep on running (oder walking) 😉

P.S. Der Soundtrack dazu: Keep on runnig – Spencer Davis Group oder Walking – CCS (Collective Conciousness Society)

P.P.S. Wenn Sie die Vorgeschichte interessiert, der Tanz mit dem eigenen Schweinehund, schauen Sie bitte hier!

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