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Timeout: „Was können wir jetzt tun, damit es uns SOFORT besser geht?“

23/06/2013


Time Out

Kennen Sie auch diese Menschen, die ständig auf den Feierabend, das nächste Wochenende, den nächsten Feiertag, den nächsten Urlaub hin fiebern? Die auf ein bisschen mehr selbstbestimmtes Leben abseits der Arbeit warten? Schwer gestresst, „Flasche leer“, der Docht brennt an beiden Enden (oder schon gar nicht mehr) und die kleinsten Ärgernisse werden zu riesigen, gar nervenraubenden Problemen.

Die vernunftbetäubende Devise: hart sein, aushalten, hoffen, dass medikamentöse und betäubungsdienliche Hilfsmittel den seelischen oder körperlichen Kollaps noch eine Zeit vor der Tür halten. Wenigstens bis zum nächsten Urlaub. Falls wir den ratenweisen Selbstmord bis dahin noch ertragen können. Ich höre schon manchen Rücken unter der Last ächzen.

Wie wäre es, wenn wir uns angewöhnen könnten, in solchermaßen belastenden Situationen jeweils eine kleine Frage zu stellen: „Was können wir jetzt tun, damit es uns SOFORT (mindestens ein bisschen) besser geht?

Es geht nicht darum, immer und sofort 100 % Lösungen parat zu haben. Alles oder gar nichts ist keine gesunde und für uns förderliche Einstellung. Der Chef oder der Partner wird sich nicht von jetzt auf gleich ändern, die Arbeit verschwindet selten wie von Zauberhand vom Schreibtisch und der Kunde hat halt eher seine Probleme im Fokus als unsere. So wie kein Fisch ohne Gräten ist, gibt es keinen Menschen und keine Lösung ohne jegliche Mängel oder „Verbesserungspotenziale“. Wer darauf wartet, dass die perfekte Lösung um die nächste Ecke gekrabbelt kommt, wartet eben mit höherer Erfolgswahrscheinlichkeit auf die nächste Auszeit und leidet weiter. Oder kollabiert vor der erhofften Pause. Oder in der Pause. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die zu Anfang des großen Jahresurlaubs regelmäßig erst mal krank werden, sind Sie hochgradig gefährdet, Ihre Selbstausbeutung zu weit zu treiben.

Jedes Prozent Verbesserung mit einem angemessenen Aufwand zählt.

Und denken wir nicht daran, was ANDERE tun könnten, oder wir IRGENDWANN tun könnten.

Es geht um uns. Jetzt. Was tut uns gut? Was können wir als automatisierten Stress-Killer-Mechanismus einüben und später fast reflexartig nutzen?

Nur ein paar Minuten aus dem Fenster schauen, am offenen Fenster durchatmen, überhaupt bewusst und tief atmen, ziellos etwas rumsurfen, ein Schwätzchen halten, einen Apfel essen, den aktuellen Lieblingssong über die Kopfhörer inhalieren, einen Kaffee trinken, zehn Kniebeugen machen oder einen kleinen Spaziergang oder Treppenlauf einlegen? Zwei Minuten vor einem Bild unserer Liebsten oder unseres Gottes meditieren, positive Gedanken senden und empfangen?

„“Was können wir jetzt tun, damit es uns SOFORT (mindestens ein bisschen) besser geht?

Regelmäßig sich selbst befragt, geantwortet und durchgeführt entsteht eine zuverlässige Gewohnheit, die es uns besser gehen lässt. Wir können uns diese Frage mehrmals täglich stellen, nicht nur bei akuten Stressanfällen. Sie wirkt dann mit einer nach und nach wachsenden Sicherheit. Und eben auch in Akutsituationen. Ein Mechanismus. Auslöser = besseres Gefühl.

Das ist übrigens genau der Mechanismus, der es vielen Rauchern so schwer macht, ihre Gewohnheit aufzugeben. Und wäre Rauchen nicht so verdammt ungesund, wäre es tatsächlich ein cooler Anti-Stress-Mechanismus. Tja, ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig die Substituierung ist. Hat aber geklappt. Nachzulesen hier und hier.

Wenn wir uns nicht um unser Wohlbefinden kümmern, gibt es normalerweise kaum Jemanden, der sich dafür engagiert und notfalls gar streitet. Und nur, wenn wir auch für unser eigenes Wohlergehen sorgen, sind wir in Lage für andere da zu sein, uns zu kümmern, einzusetzen, beste Leistungen und Ergebnisse zu erbringen. Soviel wohlverstandenen „Egoismus“ wünsche ich jeder und jedem.

„“Was können wir jetzt tun, damit es uns SOFORT (mindestens ein bisschen) besser geht? führt nicht nur dazu, dass es uns besser geht, sondern auch allen anderen in unserem Umfeld.

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