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Emotionale Intelligenz Teil3 – die „Ich-Botschaft“

13/11/2011

Die „Ich-Botschaft“ ist das „Schweizer Offiziersmesser“ der Kommunikation, eine Art Multifunktionstool.
Die Idee, Feedback in Form einer „Ich-Botschaft“ an unsere Partner zu geben hat mannigfaltige Vorteile.
Für uns selbst:
1. Wir sparen die Energie, die jedwede Verstellung oder unterdrückte Gefühle sonst aufsaugen. (Siehe auch: Bereich 2, „Verbergen und Verstecken“, des Johari Fensters Der „blinde Fleck“ und die „Überbehütung“)
2. Wir vermeiden, dass diese sonst aufgebaute und nicht konstruktiv verarbeitete Energie bei uns in anderen Hirnregionen zu dauerhaften Überspannungen führt, die wiederum hässliche, psychosomatische Fratzen zu schneiden belieben.
3. Wir sprechen unsere Eindrücke, Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse an und haben somit die Chance, dass sie zu einem größeren Teil respektiert und beachtet werden.

Für den Partner:
1. Wir vermeiden die „Überbehütung“ des Partners und belassen ihm die Verantwortung für sein Verhalten.
2. Sein „blinder Fleck“ wird kleiner, der Partner hat so überhaupt erst die Chance, sich mit unseren Bedürfnissen und Gefühlen und seiner Wirkung auf uns auseinanderzusetzen.
3. Er erhält die Chance, ggf. zu Lernen und sein Verhalten zu verändern.

Einfühlungsvermögen nur bei anderen zu haben, würde bedeuten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu ignorieren und dem Partner im Umgang mit uns die Chance zur Weiterentwicklung zu verwehren.
Empathie zu zeigen und mit den Emotionen des Partners umgehen zu können, indem wir diese verbalisieren, widerspiegeln, anteilnehmen und Verständnis zeigen, ist also ein wichtiger Teil der emotionalen Intelligenz. (Siehe auch Teil2, Empathie trainieren.) Die andere emotionale Kompetenz ist, auch die eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen, sie zu steuern und benennen zu können. (Siehe auch Teil1
Welche persönlichen Kompetenzen beinhaltet die „emotionale Kompetenz“?)
Ich-Botschaft

Struktur „Ich-Botschaft“
1. „JA“ zur Person – die positive Unterstellung
2. beobachtbares Verhalten OHNE Wertung oder Verallgemeinerung
3. Pause
4. die tatsächlichen, angestrebten, erhofften oder befürchteten Auswirkungen, Konsequenzen, gefährdeten Ziele, Resultate
5. die ausdrückliche Ich-Botschaft, plus Wunsch an den Partner
6. ggf. Wiederholen
7. die positive Bewegung in die Zukunft

Weiter mit der Gebrauchsempfehlung …

Vorbereitung:
Beginnen wir das Gespräch mit unserem Partner erst, nachdem wir  unsere Impulskontrolle wiedergewonnen haben, oder, auf „gut deutsch“, uns abgeregt haben. Es gilt, die Kette von negativen Gedanken zu unterbrechen, die uns in einer solchen Situation leicht beherrschen, indem wir die eigenen Annahmen und Bewertungen zu hinterfragen in der Lage sind. Gelingen kann dies z.B., indem wir eine Distanz zum auslösenden Ereignis schaffen (spazieren gehen, Ablenkung durch Sport, eine Nacht darüber schlafen).

Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel, der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das Brevier

„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“, das Sie hier als E-Book für zum Bestpreis erwerben können.

Kurzbeschreibung

Humorvoll mit überraschenden Einsichten, jeder Menge Praxisbeispielen und konkreter Hilfestellung, das Brevier
„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“
Wir lernen von klein auf höflich und nett zu anderen zu sein. Vielen von uns wurde von der Umwelt eingetrichtert, eher auch die andere Wange hinzuhalten, als sich gegen Unverschämtheiten zur Wehr zu setzen. Und dass in einem Streit der Klügere nachgibt, solange, bis er letztendlich der Dumme ist. Wir sollten allerdings in unserem eigenen Interesse
• sowohl freundlich als auch wehrhaft sein,
• hilfsbereit sein, aber auch „Nein“ sagen können,
• offen sein für andere aber auch unsere eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, anmelden und versuchen durchzusetzen.
„Trottelfalle Nettigkeit“ ist ein Ratgeber für alle „netten“ Menschen, die nicht oder zu selten sagen, wenn sie etwas stört –
• weder zu Hause dem Partner, den Freunden, Bekannten oder den Kindern,
• noch bei der Arbeit den Kollegen, dem Chef oder den eigenen Kunden oder Mitarbeitern.
Die lieber die „Faust in der Tasche ballen“ und sich ein Magengeschwür ärgern, anstatt freundlich und bestimmt zu sagen: „So nicht!“ Hier finden Sie einen Ideengeber und Helfer, wenn Sie sich in Zukunft nicht mehr unterbuttern und ausnutzen lassen wollen.
Das Brevier „Trottelfalle Nettigkeit“ versorgt Sie mit Hintergrundinformationen, warum „Nett die kleine Schwester von Sch**ße ist“, wieso ein gesunder und weitsichtiger Egoismus langfristig für alle Beteiligten besser und förderlicher ist. Zusätzlich helfen Ihnen die konkreten Beispiele und Gesprächsleitfäden die nachweislich erfolgreichsten Strategien der Welt praktisch ein- und umzusetzen.Ca. 107 Seiten

10 Kommentare
  1. Diese ICH-Botschaften hat doch `Thomas Gordon´ so ausdrücklich hervorgeheben, so wie auch das aktive Zuhören etc.pp
    PJP

    • Mit Ich-Botschaften sind in kommunikationspsychologischen Theorien persönliche Äußerungen im Sinne einer „Selbstoffenbarung” gemeint, die die eigene Meinung und die Gefühle des Sprechers mitteilen. Der Begriff (englischsprachig: „I-Message”) stammt ursprünglich[1] von dem US-amerikanischen Psychologen Thomas Gordon.[2] Er verstand unter Ich-Botschaften authentische und bewertungsfreie Selbstoffenbarungen.[2] Ich-Botschaften und Aktives Zuhören sind wichtige Bestandteile im Gordon-Modell. Friedemann Schulz von Thun weist Ich-Botschaften in seinem Vier-Seiten-Modell Bedeutung bei der „Selbstkundgabe” zu und versteht darunter „Nachrichten mit persönlichem Selbstoffenbarungsanteil“.[3] (Wiki)

      • Ja, das stimmt soweit.
        Ich habe von Gordon mehr gelernt, als von jedem anderen.
        Der Klassiker `Lehrer-Schüler-Konferenz´ ist für mich immer noch das Beste, was Gordon geschrieben hat… zwar etwas langatmig, aber dafür weiß man nicht nur alles, sondern hat es auch begriffen. Ich hab´s begriffen.
        Ich hab vorgestern meinem Sohn von Gordon erzählt und ihm das aktive Zuhören in einem Gespräch – Problem meiner Lebenspartnerin – mal vorgeführt, indem ich sie in zwei Minuten dazu gebracht hab, ihre Lösung gleich in die Tat umzusetzen (Problem selbst gelöst).
        Mein Sohn kriegte den Mund nicht mehr zu und hat sich sofort dieses erwähnte Buch von Gordon bei Amazon bestellt, und was mich am meisten gewundert hat, es war am nächsten Tag schon da.
        Sorry, aber ich wollte diese kleine Geschichte einfach mal loswerden, weil ich so viel von Thomas Gordon gelernt hab.
        PJP

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