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Bin ich „nett“?

09/09/2011

Ich habe nie richtig angefangen und nie richtig aufgehört, nett zu sein. Mir wurde sehr früh klar, dass „nett“ eine Einladung an alle anderen ist und, in der Wahrnehmung einiger Menschen, sogar eine Aufforderung, den „netten Menschen“ auszunutzen. Mir fiel es anfangs schwer, die Grenze zu ziehen – wo hört Freundlichkeit auf und wo fängt Nettigkeit an. Auch heute noch gibt es Rückfälle und Zweifelsfälle. Ich bin nicht der brennende Busch und einiges davon entfernt, zu hundert Prozent konsequent zu sein. Aber mit jedem Zuwachs an Konsequenz wird das Leben klarer, einfacher und erfreulicher für alle Beteiligten – zumindest mittel- und langfristig, kurzfristig sieht es das manchmal anders aus.

Verehrte LeserInnen, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel, der Inhalt ist mittlerweile eingeflossen in das Brevier

„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“, das Sie hier als E-Book zum Bestpreis erwerben können.

Kurzbeschreibung

Humorvoll mit überraschenden Einsichten, jeder Menge Praxisbeispielen und konkreter Hilfestellung, das Brevier
„Trottelfalle Nettigkeit: Wie Sie freundlich bleiben und sich trotzdem nicht ausnutzen lassen!“
Wir lernen von klein auf höflich und nett zu anderen zu sein. Vielen von uns wurde von der Umwelt eingetrichtert, eher auch die andere Wange hinzuhalten, als sich gegen Unverschämtheiten zur Wehr zu setzen. Und dass in einem Streit der Klügere nachgibt, solange, bis er letztendlich der Dumme ist. Wir sollten allerdings in unserem eigenen Interesse
• sowohl freundlich als auch wehrhaft sein,
• hilfsbereit sein, aber auch „Nein“ sagen können,
• offen sein für andere aber auch unsere eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, anmelden und versuchen durchzusetzen.
„Trottelfalle Nettigkeit“ ist ein Ratgeber für alle „netten“ Menschen, die nicht oder zu selten sagen, wenn sie etwas stört –
• weder zu Hause dem Partner, den Freunden, Bekannten oder den Kindern,
• noch bei der Arbeit den Kollegen, dem Chef oder den eigenen Kunden oder Mitarbeitern.
Die lieber die „Faust in der Tasche ballen“ und sich ein Magengeschwür ärgern, anstatt freundlich und bestimmt zu sagen: „So nicht!“ Hier finden Sie einen Ideengeber und Helfer, wenn Sie sich in Zukunft nicht mehr unterbuttern und ausnutzen lassen wollen.
Das Brevier „Trottelfalle Nettigkeit“ versorgt Sie mit Hintergrundinformationen, warum „Nett die kleine Schwester von Sch**ße ist“, wieso ein gesunder und weitsichtiger Egoismus langfristig für alle Beteiligten besser und förderlicher ist. Zusätzlich helfen Ihnen die konkreten Beispiele und Gesprächsleitfäden die nachweislich erfolgreichsten Strategien der Welt praktisch ein- und umzusetzen.Ca. 107 Seiten

From → Allgemein

One Comment
  1. N.S. Da ich ja selber im Außendienst bin, fand ich den Beitrag GROSSE Klasse. Manchmal muss man im Leben klar NEIN sagen.

    Siegbert Scheuermann Danke für Deinen freundlichen Kommentar – bleib am Ball, da kommt noch mehr …

    S.M. ‎“Eine Stunde vor dem Termin rief er an, er führe jetzt los. Ich dachte mir, er müsste wissen, wie lange er zu unserem Treffpunkt braucht und sagte, okay, ich freue mich.“ Vielleicht dachte er: Herr Scheuermann weiß ja, wie lange ich brauchen werde. Und wenn ich ihm jetzt meinen Starttermin mitteile, dann kann er sich darauf einstellen, dass ich später ankomme… Man kann (leider oder zum Glück) nicht die Gedanken anderer lesen. So kann es zu Missverständnissen kommen. Vielleicht hilft da nur eine (noch) präzisere Kommunikation.

    Siegbert Scheuermann Hallo S., möglich ist vieles, da stimme ich Dir zu und eine möglichst konkrete Kommunikation schadet selten. Was aus meiner Sicht gegen diese Interpretation spricht ist, dass er sich kurz vor dem Termin ja noch einmal gemeldet hat, um jetzt eine konkrete Verspätung anzukündigen . . . und diese wiederum zu überziehen. Denke, da muss jeder für sich entscheiden, wann Ende der Fahnenstange ist.

    S.M. Hallo Siegbert, stimmt: sein Anruf kurz vor dem Termin spricht gegen die Interpretation. Wenn man dann aber den aktuellen Aufenthaltsort des Terminpartners und die Ursache der Verspätung in Erfahrung bringt, z. B. Unfall, Straßensperrung, Zugausfall, Ortsunkenntnis, Parkplatzsuche oder was auch immer, kann man besser einschätzen, wie realistisch die angegebenen 15 bis 20 min voraussichtliche Verspätung sind. – – – „Was hätten Sie getan? Weiter gewartet? Oder gegangen und den Termin dann doch noch wahrgenommen?“ – – – Vermutlich wäre ich nicht einfach weggegangen, sondern hätte ihn vorher angerufen, um den Grund und die Dauer der Verspätung zu klären und dann ggf. Hilfe oder Tipps zu geben oder aber anzukündigen, dass ich nur noch xx min warten kann. Ob danach der Termin noch wahrgenommen wird, hängt sicher davon ab, um welche Art Geschäftsbeziehung es sich handelt und welchen Nutzen man davon erwartet.

    Siegbert Scheuermann Tja, ihn anzurufen habe ich versucht, er ging nicht dran. Jetzt kann man wieder fragen – hatte er vielleicht keine Verbindung, versehentlich auf „lautlos“ gestellt, musste er Verletzte eines Unfalls bergen helfen, usw. An Ausreden und vermeintlichen Gründen für Unzuverlässigkeit mangelt es in unserer Welt sicher nicht. Was mich nachdenklich macht: Viel weniger Menschen verpassen ihren Flieger in den Urlaub oder den Termin mit ihrem Boss, als zu spät zu sonstigen Terminen und Verabredungen zu kommen. Das bedeutet aber, dass mir nicht mein gegebenes Wort wichtig ist, sondern ich Prioritäten setze, je nach dem wem ich und warum mein Wort gegeben habe. Jeder kann (in nach meinen Erfahrungen wenigen Fällen im Leben) mal zu spät kommen oder nicht in der Lage sein, sein Wort zu halten. Jede Wiederholung von Unzuverlässigkeit weist auf einen Mangel der Person und nicht der Umstände hin. Ich fühle mich dann nicht gewertschätzt. Selbstverständlich machen wir auch mit solchen Menschen manchmal Geschäfte. Wir reden dann allerdings über Prostitution – gegen die ich nicht prinzipiell bin. Allerdings sind Prinzipien etwas anderes als Interessenabwägung.

    S.M. Chapeau!

    H-J.K Da kann ich auf der einen Seite nur zustimmen Andererseits fällt es oft schwer an der richtigen Stelle die Grenze zu ziehen, den Zeitpunkt zum Ausstieg für sich selbst zu bestimmen. Diese Herausforderung gilt es täglich anzunehmen.

    protargis coaching & training gmbh Absolut! Man kann vorher gar nicht intensiv genug für Klarheit und konkrete Vereinbarungen sorgen, dann wird’s leichter.

    H-J.K Stimmt. Um klare Vereinbarungen zu treffen sollte man aber seine eigenen Vorstellungen genau kennen und die eigenen Wertvorstellungen bestimmen. Diese Erkenntnissuche endet meiner Meinung nach nie. Das muss unter Umständen regelmäßig angepasst werden. Denn wir verändern die Situation, allerdings verändern Situationen auch uns.

    protargis coaching & training gmbh

    Aus meiner Erfahrung gibt es eine relativ einfache Möglichkeit, zumindest seine Werte im Umgang mit anderen zu bestimmen. Schritt 1: Welches Verhalten von anderen im Umgang mit mir regt mich total auf? 2. Rückschluss – welcher Wert wird hier verletzt? Werte sind ja handlungsleitende Prinzipien. Sie können sich zwar entwickeln, tun dass aber meist nur bis zum „Erwachsenwerden“ und später durch Schicksalsschläge. Das Hauptthema bei den meisten ist – wie reagiere ich, wenn meine Prinzipien verletzt werden? Bin ich tolerant und „nett“? Oder ist Toleranz im Zusammenhagn mit Werten nichts anderes als Verrat an den eigenen Prinzipien?

    H-J.K Ok. Darüber muss ich mal nachdenken und meine eigenen Werte daraufhin überprüfen bzw. hinterfragen. Den Verrat an den eigenen Prinzipien sollte man allerdings vermeiden. Denn dann fühlt man sich schlecht. Das passiert dann wahrscheinlich, wenn man wieder mal „nett“ war. Das meinten Sie so auch, oder?

    protargis coaching & training gmbh Genau. Nett zu sein, da wo wir es gerne tun ohne Gegenleistungen zu erwarten und es uns selbst gut tut, ist ja völlig i.O. Wenn nicht – ist Handlungsbedarf.

    H-J.K Stimmt.

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